Kontakt

Wer mich kontaktieren will und nicht immer gleich umgehend eine Antwort erwartet:
Miriam Woelke
Jerusalem / Israel
miriamwoelke@gmail.com
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9 Kommentare zu “Kontakt

  1. Meine Familie und ich hoffen im Sommer unsere Aliyah zu machen. Wir werden nach Tel Tzion, nicht weit von Jerusalem, ziehen und so wundere ich mich ob es mehrere frumme deutsche in der gegend gibt?

  2. B“H

    Ehrlich gesagt kenne ich gar keine Deutschen hier in Jerusalem.
    Tel Zion = Ist das zufaellig Telshe Stone oder ein anderer Ort ?

    Allgemein findet Ihr hier in der Umgebung garantiert viele fromme Juden, doch ob es sich da auch um Deutsche handelt … Keine Ahnung. Sicher nur sehr Wenige, aber dafuer bestimmt einige Schweizer.

  3. Hallo Miriam,
    ich habe schon viel durch deinen Blog gelernt (auch den alten). Jetzt habe ich eine wichtige historische Frage. Vielleicht kannst du mir helfen, sie zu beantworten.

    *315* soll Kaiser Konstatin den Übertritt zum Judentum bei Todesstrafe verboten haben http://www.talmud.de/tlmd/der-uebertritt-zur-juedischen-religion-der-gijur/

    *500* Soll es aber erst Regeln zum Übertritt in das Judentum im Talmud gegeben haben http://www.deutschlandfunk.de/konversion-zum-judentum-wenn-aus-martin-mosche-wird.2540.de.html?dram:article_id=348452

    Wie sind denn dann Menschen vor 500 zum Judentum konvertiert, als es noch keine Regeln gab? War das überhaupt erlaubt?

  4. Liebe Miriam,

    ich lese deine Blogs seit Jahren sehr gerne, und vor allem in letzter Zeit beschäftige ich mich wieder verstärkt mit den Themen Israel und orthodoxes Judentum.

    Zur Zeit habe ich im Wesentlichen zwei Fragen an dich, was das Thema Jüdische Orthodoxie angeht:

    1. Soweit ich weiß, lehnen viele orthodoxe Juden aus dem national-religiösen Spektrum die Abgabe von Land an die Araber (oder – theoretisch – auch an andere Nicht-Juden) aus religiösen Gründen vehement ab, weil sie eine solche Politik als nicht vereinbar mit der Torah betrachten. Warum gibt es aber andere fromme Juden, die das Konzept „Land for Peace“ prinzipiell befürworten? Hat nicht beispielsweise die Shas-Partei dem Oslo-Abkommen in den 1990er Jahren zugestimmt? Wie wurde (wird?) das religiös begründet? Und weshalb bestehen hier derart unterschiedliche Sichtweisen innerhalb der Orthodoxie?

    2. Warum wollen zahlreiche national-religiöse Juden auf dem Tempelberg beten, während die Charedim das für falsch halten? Vielleicht könntest du etwas näher auf die orthodoxen Positionen zu diesem Thema eingehen. Das würde sicherlich nicht wenige Leute im deutsch-sprachigen Raum interessieren.

    Viele Grüße, Sina

  5. B“H

    Hi Sina,

    danke fuer Deine tollen Fragen. Ich freue mich immer, wenn jemand gute Fragen stellt!

    Beide Deiner Fragen koennen je einen eigenen Artikel fuellen und ich will versuchen, dies in den naechsten Tagen zu schreiben bzw. zu beantworten.

    Jetzt also nur kurz zu Deinen Fragen:

    Bei der SHASS – Partei gibt man allein dem Vorsitzenden Aryeh Deri die Schuld, der da mal nach hier und dann wieder nach dort schwenkt. In der Politik geht es halt nicht immer um Religion, sondern um Seilschaften.

    Generell aber kann ich Dir sagen, dass die Thora lehrt, dass ein Nichtjude in Israel keinerlei Land / Wohnung / Haus erwerben kann. Die genaue Thorastelle will ich noch suchen und daher auch einen eigenen Text zu dem Thema verfassen.

    Im derzeitigen Staat Israel aber kann ein Nichtjude Haeuser erwerben. Siehe die Schauspielerin Iris Berben und ihre Wohnung in Tel Aviv (soweit ich informiert bin).

    Und kurz zu Deiner zweiten Frage:

    Im Jahre 2007 verfasste ich auf dem alten Hamantaschen – Blog diesen Text

    http://hamantaschen.blogspot.co.il/2008/08/der-tempelberg-und-kein-ende.html

    welchen ich jetzt nochmals aktualisieren will.

  6. Hallo, Miriam,

    du weißt ja, dass ich deinen Blog sehr schätze; heute habe ich wieder einmal eine Frage zum orthodoxen Judentum – und zwar konkret zum Thema „Talmud-Studium für Frauen“. Meinen Informationen zufolge lassen die Chassidim Frauen nicht zum Studium des Talmuds zu – aber wie sieht es mit anderen orthodoxen Strömungen aus, vor allem mit den National-Religiösen? Die national-religiösen „Siedler“ sind doch auch ausgesprochen konservativ, oder?

    Viele Grüße, Sina

  7. B“H

    Hallo Sina,

    das ist total unterschiedlich.

    Chabad – Lubawitsch laesst Frauen den Talmud lernen, denn der letzte Lubawitscher Rebbe befuerwortete das Talmudstudium von Frauen. Er meinte, dass Frauen in der Lage sein muessen. ihren Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen. Und dazu gehoert eine Bildung auf hohem Niveau.

    Es kommt immer ganz darauf an, wer was lernt. Nicht alle Orthodoxen Juden lernen juedische Philosophie, Kabbalah oder komplizierte Halachot. Der eine zieht das Talmudstudium vor, der andere lernt lieber Thora.

    In Jerusalem gibt es mehrere Orthodoxe Programme fuer das Talmudstudium von Frauen. Bevor ueberhaupt jemand Talmud lernen will, muss er sich darueber im Klaren sein, worauf er sein Augenmerk lernken will. Es gibt viele viele Richtungen und Themen. Einer bevorzugt die Legenden, der andere die Gesetze, wieder ein anderer diverse talmudische Diskussionen zu einem Thema. Jeder hat da so seine Preferenzen.

    Nationalreligioese Juden, die genauso in die Orthodoxe Sparte fallen, machen es den Frauen nicht viel leichter als, zum Beispiel, Ultra – Orthodoxe Juden (Haredim). Erstens kommt es auf die Frau selbst an, denn nicht jede Frau will Talmud lernen. Dazu koennte vielleicht der Gatte etwas dagegen haben, denn es gibt ja Maenner, die wollen unbedingt schlauer sein als ihre Frau. 🙂

    Persoenlich machte ich die Erfahrung, dass man auch beim nationalreligioesen Judentum sehr stark unterscheiden muss zwischen ASCHEKENAZIM und SEPHARADIM. Sephardische Frauen fuehlen sich weniger vom Talmudstudium angezogen als vielleicht aschkenazische Frauen. In der sephardischen Gesellschaft sind hoehere religioese Studien fuer Frauen weniger akzeptiert. Und ich rede hier von den Frauen selbst und nicht, weil die Maenner etwas dagegen haben.

    Kurz gesagt, es kommt auf die jeweilige Frau an. Wer verheiratet ist und mehrere Kinder daheim hat, der wird froh sein, wenn er vielleicht einmal pro Woche zu einem Vortrag zum jeweiligen Thoraabschnitt der Woche Zeit hat.

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