Chassidut Kaliv / Kalov/Holocaust

Der Yom HaShoah und der Tod des Kaliver Rebben

B“H
Ich bin schon bei allen möglichen chassidischen Tischen gewesen, die da am Schabbat stattfinden. Egal, ob in Bnei Brak oder in Jerusalem. Zum chassidischen Tisch des Kaliver Rebbe nahe der Bar Ilan Street / Jerusalem habe ich es jedoch nie geschafft.
„Nie geschafft …“ – ist vermutlich der falsche Ausdruck, denn ich war ein paar Mal dort, doch zu der Zeit fand nie ein Tisch statt. Dafür aber sah ich zweimal den Kalover Rebben aus den USA. Einmal beim Toldot Aharon Tisch in Mea Shearim.
Der populäre Kaliver Rebbe, Rabbi Menachem Mendel Taub, verstarb in dieser Woche im Alter von 96 Jahren. Da er keine Kinder hatte, muss die chassidische Gruppe Kaliv erst einmal schauen, wie es weitergeht. 

 

 

Der Kaliver Rebbe war bekannt für seine teils offenen und toleranten Meinungen. Soweit mir bekannt, war er der einzige chassidische Rebbe ohne Bart. Rabbi Menachem Mendel Taub war Auschwitz – Überlebender und im Lager hatte der berüchtigte SS – Arzt Mengele medizinische Experimente am Rebben durchgeführt. Unter anderem wurde ihm der damals vorhandene Bart sowie die Gesichtshaut verbrannt.
Heute Abend um 20.00 Uhr beginnt in Israel der nationale YOM HA’SHOAH (Holocaust Gedenktag). Bis morgen Abend wird den Opfern des Holocaust gedacht und im TV sowie im Radio laufen unendlich viele Antisemitismus – und Holocaust – Berichte. Das Jerusalemer Vad Vashem heute Abend ab 20.00 Uhr (19.00 Uhr deutsche Zeit) die Eröffnungszeremonie zum Yom HaShoah live im TV und im Internet übertragen. Wen es interessiert:
https://www.yadvashem.org/yv/en/remembrance/2019/broadcast.asp
Oder direkt auf dem Youtube Kanal des Yad Vashem Youtube. 
Sehr viele Leute hetzen gegen ultra – orthodoxe oder orthodoxe Juden. Dabei waren es gerade die ultra – orthodoxen Juden bzw. chassidische Gruppen aus Ungarn, Polen, Litauen, etc., welche Hunderttausende ihrer Mitglieder im Holocaust verloren. Und heutzutage hetzt man auch gerne in deutschen Landen über ultra – orthodoxe Juden.
Die haredische Gesellschaft gedenkt der Opfer des Holocaust nicht anhand einer Sirene, wie am israelischen Yom HaShoah. Vielmehr wird den Opfern entweder am 10. Tag im jüdischen Monat Tevet gedacht oder am 9. Tag im Monat Av. Beide Tage bilden im Judentum Trauertage.
Der Kaliver Rebbe redete oft davon, ein chassidisches Holocaust Museum zu errichten, in dem auf religiöse Weise der im Holocaust umgekommenen Juden gedacht wird. Keine schlechte Idee, wie ich finde.
Frühere Artikel zum Thema HOLOCAUST:
Die chassidische Reaktion auf den Holocaust
Der Klausenberger / Klausenburger Rebbe

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s