Simchat Thora/Sukkot

Sukkot geht in die letzte Runde

B“H
In circa einer Stunde beginnt der letzte Feiertag von Sukkot. Heute war wieder nur ein „halber“ Tag und die Geschäfte dürften mittlerweile fast alle geschlossen sein. Die Busse stellen bis morgen Abend den Verkehr ein.
Von heute Abend 17.36 Uhr bis morgen Abend 18.47 Uhr ist in Israel offizieller Feiertag. Erst ab morgen Abend nach 19.30 Uhr fahren die Busse wieder. Dann ist Sukkot offiziell vorbei.
In Israel feiern wir am letzten Tag von Sukkot zwei Feiertag zusammen: Schemini Atzeret sowie Simchat Thora. Diaspora – Juden feiern beide Tage getrennt voneinander und deswegen ist dort auch am Freitag noch Feiertag. In Israel hingegen ist Freitag bereits wieder Alltag. Ab Sonntag kommender Woche beginnt der stinknormale Alltag und alle müssen zurück zur Arbeit.
Heute Abend also ist Schemini Atzeret und Simchat Thora. In den Synagogen wird mit den Thorarollen getanzt. Genauso wie morgen früh und morgen Abend bei den Hakafot Schniyot (den zweiten Hakafot). HAKAFOT nennt man den Tanz mit der Thorarolle um die Bimah (eine Art Bühne in den Synagogen, von der sonst die Thoralesung erfolgt). Außerdem wird an Simchat Thora mächtig gebechert.
An diesem Schabbat (Samstag) wird morgens in den Synagogen die Thora von Anfang an zu lesen begonnen. Der Lesezyklus über das gesamte Jahr endet an Sukkot und an diesem Schabbat also ist SCHABBAT BERESCHIT (GENESIS). Die erste Thora – Parasha (Lesung) BERESCHIT (Genesis) wird gelesen. Bis zur Geburt des Noach, denn in der kommenden Woche ist SCHABBAT NOACH.
Momentan bin ich dabei, ein paar Inhalte zur Thoralesung an diesem Schabbat zusammenzustellen. Ich will wieder etwas mehr zu den Thoralesungen schreiben. Regelmäßigkeiten verspreche ich aber nicht. Manchmal klappt es und dann fehlt wieder die Zeit.
Soweit erst einmal aus dem noch sonnigen Jerusalem, wo langsam der Herbst einzieht und es kühler wird.
CHAG SAMEACH – Happy Sukkot!!!
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4 Kommentare zu “Sukkot geht in die letzte Runde

  1. Liebe Miriam,
    mal ein kleines Lebenszeichen von mir.
    Lese Deinen Blog ziemlich regelmäßig.
    Nächstens werde ich in unserer Kolpingsfamilie einen Vortrag über jüdische Feiertage halten.
    Dein Blog ist für mich zu einem kleinen Bergwerk geworden. Zunächst werde ich aber einen groben Überblick über eure Feiertage und die Feiertagskultur geben. Hoffe, dass ich das Interesse für weitere Vorträge wecken kann. Später werde ich versuchen auch den Nahostkonflikt darzustellen. Das verstehe ich als meinen ganz kleinen Beitrag zum Kampf gegen den Antisemitismus, der unter den Gläubigen meiner Kath. Kirche, leider doch noch zu sehr anzutreffen ist. Manchmal kommt er ganz subtil daher.

    Herzlich, Paul

  2. B“H

    Hallo Paul,

    danke fuer das Kompliment. In letzter Zeit machte ich mich etwas rar, will das aber hoffentlich wieder aendern. Heute werde ich auf alle Faelle noch die Thoralesung vom gestrigen Schabbat in den Blog stellen.

    In circa zehn Tagen beginnt der Monat CHESHVAN. Der einzige jued. Monat ohne einen einzigen Feiertag. 🙂 Nach all den Feiertagen in den letzten paar Wochen, zog heute in Israel wieder so richtig der Alltag ein. Nicht Wenige sind froh, dass die Feiertage endlich ein Ende nahmen.

    Vielleicht kannst Du ja auch mal einen Vortrag zum Thema FREIKIRCHEN in Deutschland referieren. Diverse Evangelikale sowie die selbsternannten Christian Friends of Israel sind auch ganz besonders in Sachsen aktiv. Ganze Reisegruppen aus Sachsen (Freikirchler) fahren regelmaessig ins ehemals raketengeplagte Sderot und machen dort auf Mission. Alles unter dem Deckmantel der Hilfe fuer Israel.

  3. Liebe Miriam,
    in der von mir wahrgenommenen Öffentlichkeit spielen die FREIKIRCHEN in Deutschland keine große Rolle. Das ist eine marginale Minderheit. Darüber möchte ich lieber nicht sprechen, weil ich die Sorge hätte, sie damit aus der Versenkung zu holen.

    Durch Dich und Andere habe ich erst erfahren, dass sie, wohl von Amerika gesteuert, eine Offensive bei Euch gestartet haben.

    Hatte mal vor einiger Zeit Kontakt zu einer Zeitung aus Israel. Die Artikel und besonders die Kommentare sind mir etwas merkwürdig vorgekommen. Habe die Lektüre dann eingestellt. Später habe ich erfahren, dass dies wohl ein Organ der Judenmissionare war. Habe den Namen der Zeitung vergessen. Schreib ihn bitte nicht, damit Andere nicht darauf aufmerksam werden.

    Ansonsten reicht es mir, was die offizielle Evangelische Kirche hier in Deutschland an Antisemitismus, auch durch hohen Würdenträgern, verbreitet.

    Übrigens auch unsere Medien und Politiker. Die Hetze der Freikirchler brauche ich nicht.

    Herzlich, Paul

  4. B“H

    Fast alle Freikirchen werden aus den USA gesteuert. Die Evangelikalen von ihrem Guru John Hagee, der wiederum Millionen von Dollar in Israel investiert. Alles mit dem Hintergedanken der Judenmission. Auf Deutsch und Englisch gibt es mehrere Blogs, die auf israelfreundlich machen und staendig gegen Moslems schreiben. Diese Blogs haben eine riesige Leserschaft, von denen so manch einer gar nicht weiss, dass es sich bei dem Blogger um einen Evangelikalen handelt.

    Aus den USA schickte mir mal jemand eine Liste mit deutschen Freikirchlerblogs.

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