Chassidut Satmar/Off - the - Derech

Deborah Feldman und ihr Versuch, mit ihrer Story Cash zu machen

B“H
Offenbar sind ihr die Amerikaner nicht mehr auf den Leim gegangen und jetzt versucht sich Deborah Feldman in Berlin – Kreuzberg. Immer wieder wird sie von den deutschen Medien so präsentiert als sei sie die arme unterdrückte Frau gewesen, die den fundamenalistischen Satmarer Chassidim entkam.
Dass in ihrer Biographie, die sich in Deutschland gut verkauft, vieles frei erfunden ist, ist in den USA längst kein Geheimnis mehr. Es geht darum, Geld zu verdienen und da ist jedes Mittel recht.

 

Details hier:
http://forward.com/culture/195634/deborah-feldman-isnt-telling-you-the-whole-story/
http://deborah-feldman-exposed.blogspot.co.il/
Deborah Feldman mit ihren Stories nervt mich weniger, aber was mir total auf den Keks geht ist, dass Deutsche, die zuvor noch niemals den Namen SATMAR gehört haben bzw. die chassidische Gruppe Satmar überhaupt nicht kennen, einen völlig falschen Eindruck bekommen. Und das von einer Autorin, die nichts als Geld verdienen will.
Wer genau sind die Satmarer Chassidim überhaupt? Was ist ihre Ideologie und wer gründete die Gruppe? Warum sind die heutigen New Yorker Satmarer gar keine Urgesteine aus dem ehemaligen Satmar? Und was unterscheidet die israelischen Satmarer von den New Yorker? Was unterscheidet die Satmarer von Kiryat Yoel und Williamsburgh?
Leute, wie Deborah Feldman, gibt es viele. Es geschieht immer wieder, dass Mitglieder chassidische Gruppen verlassen. Deborah Feldman verstand es, wie einige andere auch, aus einer Story Kapital zu schlagen. Sei es ihr vergönnt, doch ihre Leserschaft hat keine Ahnung, worum es genau bei Satmar geht.
Übrigens ist Satmar größer als Chabad – Lubawitsch und damit die größte chassidische Gruppe überhaupt. Seit einigen Jahren ist die Chassidut Satmar in zwei Gruppierungen mit zwei Rebben gespalten.
Bei einem der zwei derzeitigen Satmarer Rebben, Rabbi Aharon Teitelbaum, war ich zweimal beim chassidischen Tisch. Als der Rebbe aus New York zu Besuch nach Jerusalem sowie nach Bnei Brak (bei Tel Aviv) kam. In Jerusalem war alles total überlaufen und ich sah ihn nicht. Ganz anders einige Zeit später in Bnei Brak:
http://shearim.blogspot.co.il/2008/11/do-you-see-rebbe.html
Eine deutsche Version hierzu kann ich, bei Bedarf, aus meinem einstigen chassidischen Blog hier auf Hamantaschen stellen!
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6 Kommentare zu “Deborah Feldman und ihr Versuch, mit ihrer Story Cash zu machen

  1. Sehr gut, dass du dieses Thema ansprichst. Ich denke auch, dass Frau Feldman sich gerade deshalb entschlossen hat, sich in Deutschland niederzulassen, weil sich in den USA nach einer gewissen Zeit nur noch wenige für ihre Geschichte(n) interessierten. Was mir sauer aufstößt, ist, dass sie von diversen Medien ganz massiv (und natürlich völlig unkritisch) gehyped wird und ihre Behauptungen praktisch nie hinterfragt werden. Diesbezüglich muss man sich freilich auch vor Augen halten, dass viele Deutsche keine Ahnung vom Chassidismus haben, ja, häufig noch nicht einmal wissen, was das orthodoxe Judentum generell überhaupt ist.

  2. B“H

    Ich habe auch schon ein paar Rezensionen zum Buch von deutschen Book Bloggern gesehen. Grauenvoll, wenn man bedenkt, dass die breite Masse ueberhaupt keine Ahnung vom Thema „Leben in chassidischen Gruppen“ hat. Da wird dann behauptet, dass die arme Deborah Feldman so leiden musste und dass alle Ultra – Orthodoxen eh einen an der Waffel haben und weltfremd sind.

    Dass Deborah Feldman nur Geld machen will, war in den Staaten schnell klar. In Deutschland kann sie den Leuten jeden Schmarrn erzaehlen, denn dort wird sie nicht mit anderen Satmarer Gruppenmitgliedern konfrontiert. Sie gibt ja in den Medien nur ihre Meinung wieder und es ist niemand da, der eventuell kritisiert und sich dazu noch auskennt. Oder hat das deutsche Fernsehen schon einmal einen anderen Chassid eingeladen, der da die liebe Deborah mal etwas unter die Lupe nimmt und hinterfragt?

    Warum ist sie nicht nach Israel gezogen ? Weil sie hier keine Buehne bekommen haette, denn die hiesigen Satmarer wuerden sofort in New York anrufen und fragen, was da denn wirklich vorgefallen ist.

    Ich kenne mich sehr gut mit den Aussteigern aus der haredischen Gesellschaft aus und meiner Erfahrung nach, haben fast alle diverse private Probleme. Nicht immer ist es nur G – tt oder die jeweilige Orthodoxe Gruppierung. Oft spielen Drogen oder Homosexualitaet einen wichtige Rolle. Viele schreiben Buecher oder geben Interviews, doch das verfliegt nach einem kurzen Oeffentlichkeitsinteresse. Mittlerweile gibt es eine Menge Aussteiger, aber das stoesst immer weniger auf Interesse. Das Thema ist halt ausgelutscht.

    Wird eigentlich in Deutschland auch berichtet, wie viele Satmarer Chassidim im Holocaust umgekommen sind? Dass der erste Rebbe und Gruender von Satmar seine Frau in Auschwitz verlor? Oder was die Chassidut Satmar eigentlich beinhaltet?

  3. Ja, es ist erschreckend, wie viel Publicity diese Frau in Deutschland erhält – und soweit ich das überblicke, hat bislang kein einziges Medium ihre Geschichte hinterfragt oder darüber berichtet, dass massive Zweifel an ihrer „Glaubwürdigkeit“ bestehen. Das ist wahrlich kein Ruhmesblatt für den deutschen Journalismus. Selbst in der „Jüdischen Allgemeine“ werden Feldmans Behauptungen nicht kritisch unter die Lupe genommen, was mich schon wundert – dort müsste ja bekannt sein, dass Deborah Feldman in den USA ziemlich umstritten ist. Ansonsten gibt es in den deutsch-sprachigen Presse keine näheren Informationen über die Satmarer Chassidim – einmal abgesehen von dem folgenden „Spiegel“-Artikel, der allerdings bereits vor über 20 Jahren veröffentlicht wurde, und als besonders seriös betrachte ich den „Spiegel“ auch nicht gerade.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13683032.html

  4. B“H

    Es gibt Infos zu Satmar. Und zwar von mir. Dazu oeffnete ich jetzt meinen ehemaligen chassidischen Blog, den ich vor Ewigkeiten schloss, weil deutsche Medien mir meine Inhalte klauten, ohne mich als Quelle anzugeben.

    Da Du nicht die Einzige bist, die diverse Infos suchst, oeffnete ich den Blog wieder. Offenbar ist Bedarf da:

    https://chassidicstories.blogspot.co.il

    Zu SATMAR:

    https://chassidicstories.blogspot.co.il/search/label/Chassidut%20Satmar

    In englischer Sprache gibt es auf Amazon Buecher zu Satmar.

    Die Satmarer sind uebrigens die groesste chassidische Gruppe. Wesentlich groesser als Chabad, aber gleichzeitig einer der schaerfsten Konkurrenten von Chabad. Der Zwist geht auf die 50iger Jahre in New York zurueck, wo Chabadnikim in einer Satmarer Synagoge auftauchten und versuchten, Satmarer zu Chabad zu „missionieren“ bzw. ueberzutreten. Damals krachte es gewaltig.

    In ihrem Antizionismus sind Chabad und Satmar sich dann wieder einig, denn beide Gruppierungen sind stark antizionistisch ausgepraegt.

    Darueber braucht man sich weniger aufzuregen, denn die israelische Linke rief kuerzlich dazu auf, Israel als Staat nicht anzuerkennen. Genauso wie die Linken in Deutschland ihr eigenes Land abschaffen wollen, so wollen das die extremen Linken in Israel auch.

    Die Juedische Allgemeine ist auf das Thema „Chassidische Gruppen“ und wie man da so lebt, nicht vorbereitet. Die Zeitung ist mehr so ein Blabla der leichten Muse, denn in Deutschland gibt es auch nicht so recht das Publikum, welches sich fuer detaillierte juedische Zusammenhaenge interessiert. Das waere dann wieder zu kompliziert. 🙂

    Anfang der 60iger Jahre beschimpfte der Spiegel massiv die Breslover Chassidim. Zu Zeiten als Ruth Blau in den beruehmten israelischen Fall YOSSELE involviert war. Das ist eine Geschichte fuer sich, die es auch auf dem besagten von mir verfassten chassidischen Blog gibt.

    Grundsaetzlich hat man in Deutschland keine richtige Ahnung vom Judentum. Gestern Abend, zum Beipiel, las ich einen Text von jemandem, der sich als Jude ausgab, aber Chanukkah als Fest des Auszuges aus Aegypten sah. Man habe beim Exodus nicht genuegend Oel dabei gehabt.

    So ein ausgemachter Quatsch. Chanukkah basiert auf dem Oel – Wunder im Zweiten Jerusalemer Tempel und hat mit dem Auszug der Juden aus Aegypten nichts zu tun.

    In Deutschland ist es relativ einfach, auch Juden hinters Licht zu fuehren, denn die kennen ggf. Chabad und mehr nicht. Wer soll Deborah Feldman denn widersprechen? Chabad ist sie egal und ein Satmarer aus Antwerpen wuerde mit der Dame nicht diskutieren.

    Wer weiss, was bei Frau Feldman wirklich im Vorfeld vorgefallen ist. Ganz so unschuldig wird sie auch nicht sein. Um das Buch zu verkaufen, log sie halt noch mehr Inhalte dazu, denn sonst waere alles zu langweilig geworden.

  5. Was Deborah Feldman angeht, werde ich in Zukunft immer auf deine Beiträge über sie verlinken.

    Und ich weiß, ich bin spät dran :-), aber ich wollte noch etwas zur „Jüdischen Allgemeinen“ schreiben.

    Ich habe in der „Jüdischen Allgemeinen“ noch nie einen Artikel gelesen, in dem klare Kritik an der Zuwanderung von Massen an Leuten aus der arabischen und islamischen Welt geübt wird – dabei befinden sich unter den Migranten zahlreiche radikale Moslems, die ja auch Antisemiten sind und somit eine Bedrohung für die jüdische Bevölkerung Deutschlands darstellen. Offensichtlich haben wir es hier mit einer Zeitung zu tun, die stark linksgerichtet ist und Angela Merkel unterstützt – ob sie damit die Mehrheit der deutschen Juden repräsentiert, steht jedoch auf einem gänzlich anderen Blatt.

  6. B“H

    In einem Lokalblatt der Stadt, aus der ich nach Israel zog, las ich, wie ein dortiges Mitglied der jued. Gemeinde sagte:

    „Frueher wurden die Juden verfolgt und heute geht man auf die Fluechtlinge los!“

    Eine Schande ist diese Aussage. Wie kann man den Holocaust mit der Migrantenwelle in Deutschland vergleichen. Die Frau, die das sagte, hat doch nicht alle Tassen im Schrank.

    Im Ausland, auch in Israel, fragt man sich, ob die Deutschen sie noch alle haben. All die Moslems ins Land zu lassen und sich dann auch noch dem Islam unterzuordnen.

    Die Juedische Allgemeine ist in meinen Augen nur seichtes Gewaesch. Man wiederholt brav, was denn in Israel so passiert. Was wirklich in Israel abgeht, mal so richtige Berichte aus dem knalligen Alltag, wirst Du in dem Blatt nicht finden.

    Sagen, was Sache ist bzw. eine eigene Meinung in Deutschland zu haben, wird in dem Land nicht gerne gesehen. Dann gilt man, wie ich, als radikal, fundamentalistisch und ist zwangslaeufig ein Nazi. In Israel hat jeder seine Meinung und tut diese auch kund.

    Deswegen brauchen wir auch besagte Frau aus der deutschen Gemeinde nicht, denn die stellt sich auf die Strasse und mit all dem Gutmenschentum hilft sie noch palaestinensischen Terroristen. Soll sie das in Deutschland tun, aber nicht hier.

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