Pessach

Chag Sameach – Happy Passover!

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Das obere Photo zeigt das Verbrennen des letzten Chametz heute Morgen in Nachlaot / Jerusalem. Die Zeitung diente eigentlich nur dazu, dass Feuer richtig anzufachen. 🙂
Gestern Abend habe ich endlich meinen Pessach – Putz beendet und war danach total platt. Heute früh dann, am Morgen vor Pessach – Beginn, wird das letzte Chametz wie Mehl, Brot, Semmeln, etc. symbolisch verbrannt. Überall in Jerusalem brannten kleine Feuer und die Leute verbrannten ihr Chametz.
Viele Läden, Restaurants und Cafes sind an Pessach eine Woche lang geschlossen, denn man wollte sich den Pessach – Putz nicht antun und auf kosher for Passover umstellen. Dann schon lieber eine Woche Urlaub und ausspannen.
Auf dem Machane Yehudah Markt war heute nicht viel los und ich vermute mal, dass die Shopping – Meute bei den Discountern der Stadt ihren Großeinkauf erledigte. Pessach ist ein kostspieliger Feiertag und da Lebensmittel in Israel unverschämt teuer sind, rennt die Kundschaft dorthin, wo es einigermaßen günstig ist.
Auf dem Machane Yehudah Markt kaufte ich das traditionelle aschkenazische Pessach – Essen: Kartoffeln und Zwiebeln. Das hört sich jetzt fad an, ist aber nicht so. An Pessach kann man sehr gute Gerichte zaubern und Langeweile entsteht ohne Getreideprodukte garantiert nicht.
Und dann gibt es jetzt um die Jahreszeit richtig frischen stinkenden Knoblauch und da sackte ich auch noch ein Kilo ein. Dazu kaufte ich frisches Fleisch (Fisch habe ich schon vom Discounter besorgt), Oliven und Käse. Bei Käse sollte man aufpassen, dass er keine Kitniyot (Hülsenfrüchtezutaten) enthält!
Allgemein lasse ich Pessach ganz ruhig angehen und mache mir nicht viel Stress. Erstmal ausspannen und ein paar Bücher lesen. Heute Abend ist die Seder, bei der ich vermutlich schnell einschlafe und morgen ist in Israel Feiertag. Alles dicht und keine Busse bis morgen Abend gegen 20.00 Uhr.
Diasporajuden folgen dem Brauch, zwei Sedern zu haben: Heute und morgen Abend. Eine zweite Seder wäre für viele Israelis eine regelrechte Strafe und eine Arbeitskollegin meinte, dass Diasporajuden die zweite Seder als Strafe bekommen, weil sie nicht in Israel leben. 🙂 Nee, nee, eine Seder reicht uns hier!
Mitterweile ist Ruhe eingekehrt und der Autoverkehr draußen nimmt rapide ab. Einzig die Araber sind noch unterwegs, Juden hingegen bereiten sich auf die Seder vor. Kochen, Tisch festlich decken und und und. Morgen soll mit 28 Grad die erste richtige Hitzewelle auf Jerusalem treffen. Bedeutet für mich Balkonien. 🙂 Ab Donnerstag soll es drastisch kühler werden und am Sonntag sind wir wieder bei nur noch 18 Grad. Der Sommer ist also noch nicht da.
Mittwoch und Donnerstag gibt es im jüdischen Teil der Altstadt eine Menge Pessach – Attraktionen. Mein Tipp: Nehmt Euch Essen mit oder esst vorher in der Neustadt, denn die Restaurants in der Altstadt sind wahnsinnig teuer und überlaufen. Im arabischen und christlichen Teil kriegt Ihr Brot und alles, was Ihr wollt, denn dort gibt es kein Pessach. Im jüdischen Teil der Altstadt hingegen ist alles kosher for Passover.
Soweit dann erst einmal aus Jerusalem:
-Chag Sameach und Happy Passover!!!
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