Islam/Judentum/Tourismus

Die Sache mit dem Respekt (Judentum, Islam, Christentum)

B“H
Eine überwältigende Anzahl von Deutschen fordert ständig die Anpassung von Menschen anderer Religionen, die in Deutschland leben. Zum Beispiel sollen sich Moslems anpassen und muslimische Frauen nicht mit Kopftuch, Hijab oder sonstwas auf dem Kopf herumlaufen. Schließlich sind die Leute im christlich – geprägten Deutschland und da soll sich angepasst werden. Und überhaupt solle die Religion nicht im Vordergrund stehen, sondern das Grundgesetz. Religion gehört in die eigenen vier Wände.
Ehrlich gesagt sind mir Kopftuch etc. muslimischer Frauen egal. Als ich vor ein paar Monaten in einer Jerusalemer Mac Donald’s Filiale war, bediente mich eine junge Palästinenserin mit Hijab. Solange jemand arbeitet und keine dummen Sprüche macht, ist mir das Äußere so ziemlich egal.
Aber nehmen wir einmal die so christlich geprägten Deutschen und schauen, wie sich viele von ihnen verhalten. Zum Beispiel in Israel. Passen sie sich den hiesigen Gepflogenheiten an? Viele von ihnen ignorieren das Judentum.
In den letzten paar Jahren habe ich es beim Jerusalemer Rabbiner Mordechai Machlis immer wieder erlebt, dass deutsche christliche Touristen zu einem Schabbatessen ohne Kopfbedeckung, dafür aber mit dem Smartphone in der Hand auftauchten. Normalerweise setzten Männer eine Kipa oder eine Baseballkappe auf. Egal was, aber der Kopf sollte im Haus eines Rabbiners bedeckt sein. Stattdessen erscheinen junge Deutsche absolut ignorant in Strandbekleidung. „Ja, man gehe da eben mal schnell zu den Juden umsonst essen“. Ein junger Deutscher sagte bei Rabbi Machlis, er sei zum Essen gekommen und nicht, um den Rabbiner reden zu hören. Wann denn jetzt hier endlich das Abendessen serviert werde.
Dazu kommen die Mädels im knappen T – Shirt und derselbigen Strandbekleidung. Alle aber haben Smartphones dabei und wollen da mal mit dem Rabbi am Schabbat ein Selfie machen. Soviel Zeit muss sein.
Gleichzeitig wird gefordert, dass andere Religionen sich in Deutschland gefälligst anzupassen haben. Vielleicht sollte man zuerst auf sich selber schauen und wie man sich im Ausland benimmt. Viele nichtjüdische Touristen regen sich auf, dass sie in Jerusalem am Schabbat nicht mehr eingeladen werden. Ist das ein Wunder? Wer will denn all die Freeloader mit Smartphone und Selfie – Wahn haben? Keiner mehr, außer Rabbi Machlis. Und selbst der zeigt sich total genervt von all der Ignoranz.
Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s