Pessach

Der Pessach – Gesellschaftsdruck

B“H
In circa zwei Wochen feiert die jüdische Welt Pessach (Passover) und in israelischen Supermärkten fliegen längst die Fetzen. Mittlerweile ist auch der Frühling angekommen und es wird deutlich wärmer. 🙂
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Photo: Miriam Woelke

Der übliche Pessach – Putz ist auch bei mir eingetroffen und ab der nächsten Woche geht es richtig los mit Küchenschrank auseinandernehmen. Alles Chametz aussortieren und für die Feiertage koscher für Pessach – Produkte einkaufen.
CHAMETZ – das Wort, was man gerade vor Pessach ständig hört und selbst an den Supermarktregalen sieht. Chametz steht für sämtliche Lebensmittel, welche Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel, Gerste oder irgendein Getreide enthalten. Jegliches Chametz ist an Pessach verboten. 
Heute war ich bei Discounter Rami Levi einkaufen und dort gab es bereits Kuchen koscher für Pessach. Gebacken mit Kartoffel – oder Mazzemehl.
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Photo: Miriam Woelke

Mazzot habe ich bei Rami Levi noch nicht gesichtet, doch wird spätestens nächste Woche der ganze Pessach – Wahn losgehen. Unterdessen verscherbeln die Supermärkte billig Reis und Teigwaren wie Nudeln, Pizzas, etc. alles Chametz soll weg und ich kaufte bereits eine ganze Reissammlung, die ich bunkere. So billig kriegt man das Kilo Reis sonst nie und das gesamte Chametz packe ich getrennt in Tüten und verkaufe es symbolisch vor dem Feiertag.
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Photo: Miriam Woelke

Tausende Israelis zieht es über die Feiertage ins Ausland, denn man will dem Pessach – Stress entkommen. Die Seder am ersten Abend von Pessach ist ein wichtiges Familienfest und viele sind davon total genervt. Immer dieser Stress mit der Family und wer wo die Seder ausrichtet. So manch einer findet das total frustrierend, aber in Israel ist die Seder nun mal ein wichtiges Event. Dabei kenne ich selbst Familien, die sich keine Seder leisten können und noch immer nach einer suchen, die nicht gerade Geld kostet. Israel ist ein teures Land und die Seder mit ihrem ganzen Essen kostet nun einmal viel Geld. Deswegen werden in den letzten Jahren immer weniger Leute eingeladen. Eben weil es eben ein teures Unterfangen ist.
In der Diaspora finden in fast jeder Gemeinde gemeinsame Sedern statt, in Israel hingegen nicht. Okay, Chabad bietet Sedern an, doch verlangt einen Unkostenbeitrag von mindestens 80 Euro. Warum auch nicht? Darüber hinaus aber muss halt jeder schauen, wo er hingeht bzw. daheim eine eigene Seder ausrichtet.
Links:
Pessach – Mazzot und Mazzemehl
Pessach – Was essen, was nicht?
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