Purim

Purim: „Ta’anit Esther – Das Fasten der Esther“

B“H
Anfang nächster Woche feiert die jüdische Welt PURIM und wie fast in jedem Jahr, ist in Jerusalem ein verregnetes Purim angesagt.
Vor Purim findet traditionell der „Halbfastentag der Esther – Ta’anit Esther“ statt. Am morgigen Donnerstag wird von morgens bis zum frühen Abend gefastet. 
Ta’anit Esther findet stets am 13. Tag des jüdischen Monat ADAR statt. Bedeutet, einen Tag vor Purim und zwei Tage vor dem Jerusalemer „Schuschan Purim“. Fällt der 13. Adar allerdings, wie in diesem Jahr, auf einen Schabbat, so wird Ta’anit Esther auf den vorgehenden Donnerstag vorverlegt. Am Schabbat darf nicht gefastet werden, es sei denn, der Yom Kippur fällt auf einen Schabbat.
Am 13. Adar versammelten sich die Juden von Schuschan zum Gebet und gemeinsamen Fasten, denn sie wollten, dass G – tt ihnen Seine Gnade erweist und sie vor der von Haman geplanten Massenvernichtung bewahrt. Wer ehrliche Reue zeigt und fastet, dem hilft G – tt in den meisten Fällen. Ta’anit Esther ist ein Tag des persönlichen Gebetes und der Umkehr. Viele Juden beten dabei Psalm 22.
Amalek, ein Nachfahre des Esav, war nicht nur einer der schlimmsten Antisemiten überhaupt, sondern Amalek ist ebenso ein jüdisches Konzept. Amalek repräsentiert die YETZER HA’RAH, die negative Seite in uns. Amalek (die negative Seite) will uns immer wieder überreden, alles andere zu tun, aber nicht mit G – tt zu gehen. Vielleicht heute lieber nicht beten, denn wir haben eigentlich Besseres zu tun wie auf dem Smartphone zu surfen. Heute mal nicht koscher zu essen, denn der Big Mac schaut doch superlecker aus. An Ta’anit Esther sind die Juden dazu aufgerufen, genau diese negativen Gedanken zu bereuen bzw. sie nicht mehr zu beachten. Soweit dies eben möglich ist. 🙂
Kleine Anmerkung zu PURIM selbst: Die ganze Welt feiert am kommenden Sonntag Purim, doch in Jerusalem wird erst am Montag gefeiert. Hier feiern wir das traditionelle SCHUSHAN PURIM!!! Bedeutet, das die Megillat Esther (das Buch Esther) erst am Sonntagabend gelesen wird. Die Lesung muss nicht unbedingt in einer Synagoge erfolgen. Was allerdings vorgeschrieben ist: Die gesamte Megillah muss auf von einer koscheren Schriftrolle verlesen werden. Genau wie eine Thorarolle. Die Megillah kann nicht aus von normalem gedruckten Papier verlesen werden.
Am Montagnachmittag wird in Jerusalem festlich gespeist. Nichtjüdische Touristen haben das Nachsehen, wenn sie nicht gerade privat irgendwo eingeladen sind oder zu einem bestimmten Rabbiner gehen, zu dem alle kommen können. Dort wird an Purim jedoch nicht viel gegessen, sondern eher getrunken.
Am Schuschan Purim habe ich nun doch einen Tag frei und ich werde den Tag definitiv geniessen. Trotz angesagtem Regen und kühlen Temperaturen. Gegen Abend fahre ich in die Stadt, denn ich plane die Jerusalemer Purim – Stimmung per Photo und Video einzufangen. 🙂
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