Baal Shem Tov/Chassidische Thora Parasha/Kabbalah/Reinkarnation (Gilgul)

„Die drei Reiter“- Eine Baal Shem Tov Story

B“H
An diesem Schabbat wird in den Synagogen die Thoralesung „Mischpatim“ gelesen. In dem Thoraabschnitt geht es, u.a., auch um die sechs Jahre, die ein Sklave bei einem Juden arbeitet und das im siebten Jahr die Freiheit winkt. Die Kabbalah sowie der Chassidismus sehen in den sechs Jahren der Seele noch viel tiefer gehende Bedeutungen: Nämlich die verschiedenen Etappen, welche eine Seele durchläuft. Auch der Baal Shem Tov beschäftigt sich in seinem Kommentar zur Parashat Mischpatim mit dem Thema der Seelenwanderungen:
Der Maggid von Mezritch bat den Baal Shem Tov ihm den Vers „Und dies sind die Urteile, welche Ich euch gebe“ aus dem kabbalistischen Buch „Zohar“ zu erklären. Der Baal Shem Tov sagte dem Maggid, dass er in den nahegelegenen Wald gehen soll, sich dort einige Stunden unter einen Baum an einem Bach setze und später zu ihm zurückkehre. Der Maggid tat wie ihm aufgetragen.
Als er unter dem Baum saß, sah er einen Reiter kommen. Der Reiter stieg vom Pferd, setzte sich, aß und trank und setzte seinen Weg fort. Allerdings bemerkte er nicht, dass er seine Brieftasche verloren hatte.
Danach kam ein zweiter Reiter, der sehr ärmlich ausschaute. Er fand die Brieftasche des Reiters, nahm sie an sich und ging.
Danach kam ein dritter Reiter, der ebenfalls arm ausschaute. Er trank aus dem nahegelegenen Bach, legte sich hin und schlief ein. Da kam der erste Reiter zurück, der in der Zwischenzeit den Verlust seiner Brieftasche bemerkt hatte und fragte den dritten Reiter, ob er diese gesehen hat. Der Mann wußte nicht, von was der Reiter sprach. Daraufhin schlug ihn der Reiter zu Tode, weil er glaubte, dass der Mann ihn belüge.
Der Maggid kehrte zum Hause des Baal Shem Tov zurück und berichtete ihm, was er gesehen hatte. Der Baal Shem Tov erklärte ihm Folgendes:
Diese drei Personen waren allesamt Reinkarnationen aus einem früheren Leben. Der erste Reiter schuldete dem zweiten Reiter Geld. Genau die Summe, welche sich in der Brieftasche befand. Der dritte Mann war der Richter, der ein Fehlurteil sprach als er dem Reiter Recht gab, die Schuld nicht an den zweiten Reiter zahlen zu müssen.
In diesem Leben zahlte der Reiter seine Schuld, der Richter bekam seine Strafe und der zweite Mann bekam sein Geld. Und dies ist, was der „Zohar“ meint mit „Und dies sind die Urteile, welche Ich euch gebe“.
Weitere Links:
Bin ich eine Reinkarnation ?
Fragen an den Posek
Die Opferung des Yitzchak
Kain und Abel (Hevel)
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