Die Juden in Ägypten/Warum machen Juden .../Wunder

Warum liefen die Juden 40 Jahre lang durch die Wüste und nicht direkt nach Israel?

B“H
Warum führte G – tt die Juden aus Ägypten heraus, nur um sie dann 40 Jahre lang durch die Wüste laufen zu lassen? Wäre es nicht viel einfacher gewesen, direkt nach dem Exodus nach Israel (ins damalige Canaan) zu wandern, um sich dort niederzulassen?
Allgemein werden die 40 Jahre in der Wüste als spirituelle Reinigung betrachtet:
In der Kabbalah gelten die 40 Jahre der Wüstenwanderung als eine Art Reinigungsprozeß der Seele (Neschama). Jede einzelne Station sollte symbolisch ein inneres Wachstum darstellen. Der Weg zur eigenen Perfektion im Handeln, Glauben sowie der Spiritualität. Wer will, der kann die Wüste als riesige Mikweh (Ritualbad) betrachten, aus der man Tahor (rein) hervorkommt und somit ins Land Israel geführt wird.
Zwar verliessen die Juden Ägypten (Hebräisch: Mizraim), doch die Mehrheit von ihnen sehnte sich zurück in die Sklaverei. Lieber in Sklaverei leben als plötzlich allein für sein Leben verantwortlich zu sein. Wenigstens gaben die Ägypter den Israeliten zu Essen und Unterkunft. Urplötzlich allein in der Wüste gab es keinerlei Garantien mehr. Zwar sorgte G – tt für alles. Ja, schön und gut … aber.
Nicht, dass die Juden an G – tt zweifelten, doch der war irgendwie weit weg und als Mensch hat man Hunger und Bedürfnisse. Bislang gab es einen festen Tagesablauf und dann war das alles weg und man stand da in der Wüste. Auf dem Weg in ein Land, was den Juden völlig unbekannt war. Nee, nee, da wollte man doch lieber das Gewohnte zurück. Heutzutage würde es heißen, dass die Juden zwar frei waren, aber eigentlich ihre Komfortzone doch nicht verlassen wollten. Und so ging das Gejammer los.
Wenig später erhob man sich gegen G – tt und dann die Sache mit den Spionen im Land Canaan. Anstatt das Positive zu sehen, verbreiteten die Spione negative Kunde. Die Leute wurden unruhig und lieber wollten sie wieder nach Ägypten zurück. Da wusste man wenigstens, was man hat.
Trotz all der gewonnen Freiheit, die viele Juden waren immer noch in ihrer Sklavenmentalität gefangen. Am Ende dauerte es eine Generation, bis G – tt alle ins Gelobte Land führte. Fast alle Juden, die den Exodus mitgemacht hatten, waren zu der Zeit bereits verstorben. Es gab eine neue Generation, die frei war von all der Sklavenmentalität und mit der Israel aufgebaut werden konnte.
Mit negativen Charaktereigenschaften, der Arroganz sowie der Faulheit konnten die Juden nicht das Land Israel erobern. Zuerst mussten Geist und Seele frei sein. Das Manna sollte die Körper stärken, die Thora den Geist und all die Wunder G – ttes hatten die Aufgabe, die Seele zu stärken.
Das gesamte Leben ist eine Reise und die Aufgabe des Menschen besteht darin, die Reise zu bewältigen. Der Mensch sollte nach vorne schauen und darauf, wie er sich in Zukunft verbessern kann. Nicht materiell, sondern sein Verhalten.
Darüber hinaus muss der Mensch lernen, sich auf G – tt zu verlassen, denn alles ist in G – ttes Hand und nicht in unserer. Wir sind abhängig von G – tt und solange wir dies nicht einsehen und uns nur auf uns selbst verlassen, sind wir so gut wie verlassen. Wir hadern mit uns selbst und zögern.
Gab es mal wieder ein Wunder G – ttes in der Wüste, waren die Juden beruhigt. Nach kurzer Zeit jedoch gingen die Nörgeleien wieder von vorne los. Nun können wir leicht sagen: „Uns würde sowas garantiert nicht passieren. Zeuge der Wunder G – ttes werden und dann wieder jammern? Nee, das kann doch gar nicht sein!“
In der Realität aber machen wir genau dieselben Fehler. Wir jammern und hadern. So viel besser als die Juden in der Wüste sind wir auch heute nicht. 🙂
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