Meschiach/Thora Parasha/Vorvaeter

Parashat (Thoralesung) VAYECHI & die Messianische Zeit

B“H
Am gestrigen Schabbat wurde in den Synagogen die Parashat (Thoralesung) VAYECHI gelesen. Die letzte Lesung aus dem Sefer Bereschit (Genesis) in diesem Jahr (nach dem jüdischen Kalender). Am Schabbat dieser neuen Woche beginnen wir mit dem 2. Buch Mose, dem Exodus (Sefer Schemot).
In der Thoralesung VAYECHI (Genesis 47:28 – 50:26) stirbt Yaakov. Kurz vor seinem Tod gibt er jedem seiner Kinder einen Segen. Einschließlich den zwei Söhnen seines Sohnes Yosef: Ephraim und Menasche.
Die Midrasch und viele Thorakommentatoren sagen, dass Yaakov seinen Söhnen den Zeitpunkt der Ankunft des Meschiach verraten wollte, G – tt dies jedoch verhinderte.
Warum sollte G – tt das tun und wäre es nicht von Vorteil, wenn die Juden von Beginn angewusst hätten, wann genau die messianische Zeit anbricht?
Der Talmud lehrt, dass in jeder Generation ein potenzieller Meschiach lebt, er jedoch davon keine Ahnung hat. Zum einen kann der Meschiach jederzeit kommen, zum anderen aber lehrt der Talmud, dass zuvor bestimmte Bedingungen erfüllt werden müssen. Außerdem tritt vor der Ankunft des Meschiach, der da ein ganz normaler Mensch und von ganz normalen Eltern geboren wird, die Wiederauferstehung der Toten ein. Wobei eine andere Frage entsteht: Nämlich wer genau denn wiederaufersteht.
Aber das nur so nebenbei. Die Frage ist, warum G – tt nicht will, dass wir den Zeitpunkt der messianischen Zeit kennen. Fragen wir uns einfach, was passieren würde, wenn wir ein messianisches Datum hätten.
Sicherlich würde niemand mehr so richtig beten und G – tt um etwas bitten, denn man weiß ja eh, dass der Meschiach dann und dann kommt. Also wird gewartet und sich weniger um G – tt geschert. Es wird einfach nur gewartet.
G – tt aber will, dass wir beten und Ihn um Gesundheit, Nahrung, etc. bitten. Er will, dass wir involviert sind und etwas tun und nicht nur dasitzen und warten. Das Judentum ist eine aktive Religion, in der jedes Mitglied etwas tun muss. Nämlich Mitzwot (Thoragesetze) erfüllen.
Laut dem Talmud bleiben mehrere Dinge vor uns verborgen. Der Eintritt der messianischen Zeit oder der genaue Zeitpunkt unseres Todes, zum Beispiel. Was würde wohl geschehen, wenn jeder Mensch den genauen Zeitpunkt seines Todes kennen würde. Auch das wirkt sich negativ auf sein Leben sowie seine Handlungen aus. Demnach ist es besser, bestimmte Zeitpunkte nicht zu kennen. Ich jedenfalls ziehe diese Unkenntnis vor. 🙂
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