Leserfrage/Mitzwot/Vorvaeter

Leserfrage: „Hat Avraham nach der Thora gelebt?“

B“H
Eine Gemara (rabbinische Diskussion) im Talmud Traktat Yoma 28b lehrt, dass Avraham nach der Thora lebte.
Wie aber kann das sein, wenn die Thora doch erst mehrere Generationen später an die Juden gegeben wurde?
In Yoma 28b findet eine rabbinische Diskussion statt, ob sich die Aussage nicht auf die Sieben Noachidischen Gesetze und die Beschneidung (Brit Milah) bezieht. Lediglich diese Gesetze und nicht die gesamte Thora. Die Midrasch Rabbah 11:7 hingegen lehrt, dass Avraham nicht nach allen Thoragesetzen lebte.
Der chassidische Kommentar Noam Elimelech bringt hierzu einen interessanten Kommentar:
„Avraham gelang zu einer einzigartigen spirituellen Perfektion eines Menschen, der nach allen Thoragesetze lebt.“
Der ebenso chassidische Degel Machane Ephraim – Kommentar lehrt:
„Die ultimative Thora – Mitzwah ist das Wissen, dass es nur EINEN G – tt gibt. Alle anderen Behauptungen a la G – tt habe Familie (Sohn, etc.) oder es existieren mehrere G – tter gleichzeitig, sei nichts anderes als Götzendienst.“
Zahlreiche rabbinische Kommentare besagen, dass die Aussage im Talmud nicht wortwörtlich zu verstehen sei. Vielmehr sei hier, wie so oft im Talmud, eine symbolische Sprache verankert. Aufgrund ihres hohen spirituellen Levels wussten die Vorväter von diversen Thoragesetzen, aber erst nach der Thoravergabe an die Juden am Berg Sinai wurden alle Gesetze eingehalten.

 

Mehr Infos:
Bei Chabad
Ohr Sameach Jerusalem
Sefaria
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