Sukkot

Hoshana Rabbah, Shemini Atzeret & Simchat Thora

B“H
Heute Abend, gleich nach dem Schabbatausklang, begann der siebte Tag von Sukkot. Ein eigenständiger Feiertag, welcher da „Hoshana Rabbah“ heißt. An diesem Tag hat G – tt unser Schicksal für ein weiteres Jahr endgültig besiegelt. Genau genommen tat Er dies schon am Yom Kippur vor fast zwei Wochen. Das kabbalistische Buch ZOHAR aber lehrt, dass das G – ttesurteil an Hoshana Rabbah endgültig in Kraft tritt.
Morgen früh gegen 5.00 Uhr oder auch die ganze Nacht hindurch, ziehen Abertausende Juden an die Jerusalemer Klagemauer (Kotel). Morgens werden dann die Aravot (Weidenzweige) auf den Boden geschlagen:
http://www.chabad.org/holidays/JewishNewYear/template_cdo/aid/4495/jewish/Hoshana-Rabbah.htm
Seit heute Abend muss man nicht mehr unbedingt in der Sukkah (Laubhütte) sitzen. Viele Juden tun das bis zum nächsten Jahr gar nicht mehr. Ich hingegen hocke mich bis Montagabend noch hinein.
Morgen Abend dann beginnt ein weiterer Feiertag: Das biblische Shemini Atzeret sowie Simchat Thora. In Israel finden diese beiden Feste an einem Tag statt, in der Diaspora dagegen sind sie separat. Deswegen dauert in der Diaspora Sukkot auch bis zum Dienstagabend. In Israel endet der Feiertag am Montagabend und Dienstag sind alle wieder auf der Arbeit und im Alltag.
An Simchat Thora wird die Thora beendet. Heißt, dass sie ab dem nächsten Schabbat wieder von vorn gelesen wird. Morgen Abend sowie Montagmorgen finden in den Synagogen sowohl als auch an der Klagemauer die HAKAFOT statt. Man tanzt mit der Thorarolle. In mehreren Synagogen wird auch Frauen erlaubt, mit der Thorarolle zu tanzen. Allerdings getrennt von den Männern.
Meistens ist es so, dass vorher angekündigt wird, wer mit der Thorarolle tanzt. Oder derjenige Jude meldet sich im Voraus an. Ganz einfach aus dem Grund, weil die Hakafot normalerweise Geld kosten und man sich nicht eben mal so eine Thorarolle schnappt und lostanzt. In diversen chassidischen Gemeinde kann eine Hakafah schon mal 20,000 Dollar kosten. Im Normalfall kostet es ein paar Hundert Schekel und aufwärst. Das Geld geht an die Gemeinde, sie so ihr Jahresbudget finanziert.
Die sephardischen Juden, die in weiten Teilen Israels die absolute Mehrheit stellen, kommen in diesem Blog fast immer etwas zu kurz. Deswegen hier ein paar sephardische Klänge:
In der heutigen Hoshana Rabbah – Nacht ist es Tradition, durchzulernen. Eine Menge Institutionen bieten religiöse Vorträge an oder man lernt daheim im kleineren Kreis.
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