Christliche Missionare/Sukkot/Yom Kippur

Christliche Freeloader – Missionare suchen in Jerusalem nach Essen

Photos: Miriam Woelke
B“H

„Moadim le’Simcha – Fröhliche Zwischenfeiertage aus Jerusalem!“

Es ist immer noch angenehm warm in Jerusalem, obwohl sich die Temperaturen in dieser Woche nach unten bewegen. In der ganzen Stadt sieht man die Sukkot (Laubhütten) stehen. Besonders vor Cafes und Restaurants, denn die Kundschaft will gerne in der Sukkah sitzen.
Soweit ich weiß, findet der „Birkat HaCohanim – Segen der Cohanim an der Klagemauer“ morgen früh statt. Die meisten Israelis müssen arbeiten und wer abends oder gegen Mittag heimkommt, findet meistens noch etwas Zeit, den Feiertag zu genießen.
Ich kann noch nicht sagen, ob ich jetzt an Sukkot meinen Weg in die Altstadt finde. Wenn ich allein an den dortigen Trubel denke… Tausende Menschen zwängen sich durch das jüdische Altstadtviertel und wer nebenbei einen Happen essen will, wird ganz schön abgezockt. Die Preise sind saftig und deswegen bringen sich viele israelische Besucher ihr Essen von daheim mit. Wer kann sich sonst das teure Essen leisten?
Das negative an Sukkot ist stets die alljährliche Parade such die Stadt genannt „Jerusalem Parade“. Ein durch und durch christliche Missionsparade. Obwohl eine Menge Israelis vorne weglaufen und mitmachen, am Ende kommen dann Tausende christliche Missionare aus aller Welt. Freikirchler, Evangelikale und all das Gesocks, deren Ziel darin besteht, das Judentum zu vernichten bzw. Juden missionieren zu wollen.
Das Event ist eine Schande für die Stadt Jerusalem! In dieser Woche treffen sich die Missionare täglich bei einem Kongress nahe dem Jerusalemer Teddy Stadion. Der Kongress dient dazu zu diskutieren, wie man Juden am besten missionieren kann.
In der letzten Woche, gleich nachdem der Yom Kippur zuende gegangen war, nahm ich an einem Break – fast teil. Es war eine geschlossene Gesellschaft, doch das Essen nach dem Fasten wurde vor einem Office in der Altstadt aufgebaut. Alle Teilnehmer griffen zu und irgendwann kamen ein paar christliche Touristen vorbei, sahen das kostenlose Essen und waren sofort zur Stelle. Ohne ein einziges Wort zu sagen, stellten sie sich ans Bufett. Pech gehabt, denn das Essen war schon weg. 🙂
Es ist immer wieder dasselbe: Christliche Missionstouristen kommen ohne viel Geld nach Israel und suchen dann jüdische Veranstaltungen auf, wo sie sich umsonst den Bauch vollschlagen. Aus Deutschland kenne ich ein derartiges Verhalten nicht, doch sobald die christlichen Missionare nach Israel kommen, denken sie, dass Land gehöre ihnen und greifen gierig nach dem Essen. Hauptsache umsonst!
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