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Rabbi Avigdor Miller über „Erfolg in dieser Welt“

B“H
Bekanntlich ist jede Generation anders. Ich, z.B., bin in den 80iger Jahren aufgewachsen. Einer Zeit ohne Internet, Social Media und Smartphones. Die Älteren sagten, dass früher eh alles besser war und die Jugend keinen Respekt mehr habe. Alle seien nur noch Punks, Popper oder Teds. Und wer zur damaligen Zeit behauptet hätte, dass einmal alle ein Smartphone besitzen und damit Photos machen können … das wäre nichts weiter als Science Fiction gewesen.
Die Frage ist: Waren wir damals wirklich so eine miese Generation?
Wenn ich mir die heutige deutsche Generation anschaue, die ich da ausschließlich nur von Youtube her kenne, finde ich, dass wir in den Achtzigern noch Werte hatten. Klar, wir alle wollten etwas erreichen im Leben, wussten aber, dass dies mit harter Arbeit verbunden sein wird. Heute dagegen definiert sich eine Generation über Likes und Followers / Abonnenten.
Einige Persönlichkeitsentwicklungs / Reiseblog – Youtuber erzählen ihrem Publikum, dass man sich im Leben von negativen Menschen fernhalten müsse. Von Freunden oder gar Eltern, welche das Verhalten in Frage stellen bzw. berechtigte Zweifel oder Kritik äußern. Das würde einem nicht gut tun und nur positive Energien aus einem selbst hinaussaugen. „Energievampire“ so werden die Kritiker genannt. Wer kein positives Mindset mitbringe, werde im Leben keinen Erfolg erfahren.
Mir kommt das alles ziemlich egoistisch vor, denn wer sich in einer Gesellschaft bewegt, wird immer Kritik erfahren. Nicht alle denken so wie man selbst und jeder Mensch ist anders. Unsere Aufgabe besteht darin, mit allen Menschen irgendwie zurecht zu kommen. Zumindest im öffentlichen Leben. Wir können uns nicht mit Menschen, die genauso denken wie wir, wegsperren und ausgrenzen.
Der berühmte Rabbi Avigdor Miller sagte einmal, dass unsere Bestimmung im Leben darin liege, Erfolge zu erzielen und etwas zu leisten. Probleme vermeiden bedeutet, keine Erfolge zu erzielen!
Jemand, der sich ausgrenzt und sich lediglich mit Menschen seiner Wahl umgibt, kann im Leben nicht wachsen. Nur der Umgang mit allen Menschen befähigt uns zu lernen und zu wachsen. Wir lernen, mit Leuten auszukommen und selbst von Leuten, die wir nicht gerade mögen, können wir häufig noch etwas lernen. Und sei es auch nur, dass wir von besagten Menschen lernen, wie wir selbst nicht sein wollen.
Wir sind angehalten, positive Dinge zu tun und mit unserem Handeln andere zu inspirieren bzw. zu zeigen, dass es auch anders geht.

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Quelle:
Rabbi Avigdor Miller speaks
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