Baal Shem Tov/Chabad (Lubawitsch)/Elul / Tischrei/Uncategorized

Rebbe Schneur Zalman von Liadi: „Der König ist im Feld – המלך בשדה“

B“H
Der neue Monat ELUL hat aktuell begonnen. Zusammen mit dem nachfolgenden Monat Tischre’i, ist Elul mein Lieblingsmonat des gesamten Jahres. Manche lieben Purim oder Pessach, ich hingegen liebe Rosh Hashana (jüdisches Neujahr) und Sukkot (Laubhüttenfest). Dies soll gewiß nicht heißen, dass ich den Yom Kippur (Versöhnungstag) unbeachtet lasse. Wie ein jeder weiß, gibt es an dem Tag jedoch kein Essen und wir sollen so sein, wie die Engel und ohne materielle Nahrung auskommen.
Besonders in der Chassidut nimmt der Monat Elul ein wichtiges Spektrum ein, denn am 18. des Monats ist der Geburtstag des Baal Shem Tov (geboren ca. 1698 oder 1700).
Generell ist der Monat Elul der Monat der „Teschuva – Umkehr zu G – tt“ und dies geht uns ALLE an. Am Rosh Hashana richtet G – tt die ganze Welt und dazu gehören Juden sowie Nichtjuden. Jeder von uns sollte wenigstens eine kleine Anstrengung unternehmen, G – tt näherzukommen; besonders, indem wir in uns selbst gehen. Den Elul nutzen, um einmal über die individuellen Taten während des Jahres nachzudenken. In der hebräischen Sprache nennt man dies „Cheschbon Nefesch“, was bedeutet, dass man sich selber einmal hinterfragt, wo eigentlich mein Platz in dieser Welt ist. Wie verhalte ich mich gegenüber meinen Mitmenschen und habe ich eine Verbindung zu G – tt ? Wenn ja oder nein, wie kann ich diese verbessern bzw. aufbauen ?
Der erste Rebbe der chassidischen Gruppe Chabad – Lubawitsch sagte, dass gerade im Monat Elul „Der König im Feld ist“. Dies bedeutet, dass jeder einzelne während dieser Zeit einen besonders intensiven Zugang zu G – tt haben kann. In all den anderen Monaten werden wir teilweise von G – ttes Sefirot (symbolisch für Charaktereigenschaften) gerichtet und erhört. Im Elul hingegen sind wir fähig, uns auf Level zu bewegen, welche uns eine direkte Kommunikation erlauben. G – tt persönlich steht im Feld bzw. erhört unsere Gebete.
In das Feld hinausgehen ist nicht unbedingt wörtlich zu verstehen, obwohl einige Leute (wie die Breslover Chassidim) tatsächlich oft die Natur aufsuchen, um mit G – tt zu reden. Und wie ich zuvor schon sagte, Elul eignet sich besonders dazu, seine eigenen Taten einmal zu analysieren und in sich selbst zu kehren. Sind wir anderen gegenüber genauso offen wie G – tt ? Vielleicht sollten wir gerade von Ihm lernen, anderen Chesed (Güte) zu zeigen und die Mitmenschen nicht immer sofort zu harsch richten. Alles hat immer zwei Seiten und vielleicht sollten wir uns bemühen, auch in den Mitmenschen die zweite Seite zu betrachten.
Chesed (Güte), Gebet (Tefilah) und Spenden (Zedakah), dies sind die Eigenschaften, denen wir im Elul nachgehen sollten. Schließlich wollen wir, dass uns G – tt am Rosh Hashana ebenso mit Güte und Vergebung richtet.
Wie können wir sonst im Elul noch Teshuva machen ?
Durch vermehrtes Thorastudium können wir G – tt näher kommen. Die Thora ist nicht einfach so eine nettes Geschichtsbuch mit vielen langweiligen Regeln darin. Vielmehr sollten wir erkennen, dass die Thora auch zu uns heute spricht und uns spezielle Nachrichten und Hinweise zukommen läßt. Wenn wir diese Nachricht verstehen und verinnerlichen, dann werden wir einen guten und erfolgreichen Elul haben und G – tt schreibt uns am Rosh Hashana in das „Buch des Lebens“ ein.
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