Elul / Tischrei/Rabbi Mordechai Yosef Leiner/Rosh Hashana/Teschuva (Umkehr zu G - tt)

Der jüdische Monat ELUL und die ersten Teschuva – Gedanken

B“H
Heute in einer Woche feiert die jüdische Welt den Beginn des Monat ELUL. Sephardische Juden beginnen dann sogleich mit den SELICHOT – Gebeten vor Rosh Hashana (dem Neujahrsfest) und Yom Kippur. Die aschkenazische Welt hingegen beginnt die SELICHOT erst am Schabbatausklang vor Rosh Hashana.
Der ELUL ist der Beginn der Teschuva – Zeit vor Rosh Hashana und dem höchsten jüdischen Feiertag Yom Kippur. G – tt richtet die gesamte Welt und am Yom Kippur jeden einzelnen Juden.
TESCHUVA steht für die Umkehr zu G – tt. Nicht etwa, dass man ab sofort super religiös sein wird, sondern dass man in sich geht und sich seine Fehler eingesteht bzw. versucht, in Zukunft alles etwas besser zu machen.
Im Judentum sind die SELICHOT – Gebete einer der vielen Wege zur Teschuva vor den anstehenden hohen Feiertagen. G – tt um Vergebung zu bitten und versuchen, zukünftig die alten Fehler zu vermeiden. Ob das immer so gelingt, steht auf einem anderen Blatt. Die ernsthafte Absicht ist das, was zählt.
Wir Menschen sowie der gesamte Erdball wird auf ein weiteres Jahr gerichtet werden. Alles entscheidet sich zwischen Rosh Hashana und Yom Kippur. Feiertage, die in diesem Jahr relativ spät kommen. Das Laubhüttenfest Sukkot endet erst mit den letzten Tagen im Oktober. Anfang Oktober feiern wir Rosh Hashana und zehn Tage später Yom Kippur.
Der berühmte Ishbitzer, Rebbe Mordechai Yosef Leiner (1801 – 1854), wirft in seinem bekannten Thorakommentar „Me’i HaShiloach“ eine kontrovers – diskutierte Frage auf:
Manchmal kann es der Fall sein, dass ein Mensch durch gewisse negative Phasen im Leben gehen muss bzw. Fehler macht. In diesem Fall hatte der Mensch noch nicht einmal eine Wahl.
Dieses Statement bedarf einer langen Erklärung, doch möchte ich im Zusammenhang mit dem ELUL und den kommenden hohen Feiertagen nur soviel sagen:
Nicht immer ist alles so super toll im Leben und jeder von uns macht im Leben einiges mit. Gutes genauso wie Negatives. Und vielleicht müssen wir zwangsläufig all diese Situationen durchleben, um daraus zu lernen und an einen bestimmten Punkt im Leben gelangen, an den wir ohne dem Durchlebten nicht angekommen wären.
Keine einfach Aussage, aber sehr wahr, wie ich finde.
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