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Jesaja (Sefer Yeshayahu) 43 – Wer sind hier die blinden und tauben Menschen?

B“H
In Kapitel 43:1 – 8 des Buches Jesaja (Sefer Yeshayahu) geht es um die Erlösung (Hebräisch: Ge’ulah) der Juden. Es wäre super, wenn wir wüssten, wann genau Meschiach kommt, doch ein Datum ist uns unbekannt. 🙂
Jesaja (Yeshayahu) 43:1 – 8 bezieht sich, laut zahlreicher jüdisch – rabbinischer Kommentatoren auf die messianische Zeit. Nichtsdestotrotz gibt es berühmte Kommentatoren wie Ibn Ezra oder den Radak, die da die Verse 1 – 8 als eine Beschreibung des Sieges der Perser über die Babylonier bzw. den Sieg über Sennacheriv auslegen. Der Abarbanel kommentiert, dass sich die Verse 1 – 8 auf Ereignisse in der Vergangenheit sowohl als auch auf die messianische Zeit beziehen.
In Vers 43:5 spricht der Prophet von der Zukunft. Immer wieder versicherte G – tt, die Juden vor allen Gefahren zu beschützen und bei ihnen zu sein. In diesem Vers spricht G – tt von der messianischen bzw. vor – messianischen Zeit, in welcher Er die Juden aus der Diaspora nach Israel zurückholt.
Im Vers 43:8 prophezeiht Jesaja (Yeshayahu), Leute, die trotz Augen blind sind und trotz Ohren taub sind, zu befreien.
Auf diesen Vers im Buch Jesaja (Sefer Yeshayahu) möchte ich ganz besonders eingehen, denn vielerorts hört man von Christen und deren Kirchen, dass Juden im Grunde genommen blind und taub seien, denn sie nehmen den sogenannten Messias J. nicht an. Ich kann nicht sagen, ob sich diese Christen auf genau diesen Vers in Jesaja (Yeshayahu) 43:8 beziehen, denn ich kenne die christliche Argumentation nicht. Sollte es jedoch so sein, dass diese Aussage des Propheten Jesaja (Yeshayahu) herangezogen wird, um Juden zu diskreditieren, so möchte ich an dieser Stelle die wahre Bedeutung des Verses darlegen.
Die rabbinischen Kommentatoren Radak sowohl als auch Raschi sehen in den Blinden und den Tauben die Diasporajuden. Sie sind blind und taub, denn sie ziehen das Leben in der Diaspora dem Leben in Israel vor. Weder sehen sie, was G – tt von ihnen will, noch hören sie es. Mit dem Beginn der messianischen Zeit wird sich das ändern und auch jene Diasporajuden werden nach Israel zurückkehren.
Der Vers handelt also keinesfalls vom falschen Messias J. sowie irgendwelchen Kirchen, sondern schlicht und ergreifend von den in der Diaspora lebenden Juden.
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