Kaschrut

Können Restaurantbetreiber ohne rabbinische Aufsicht für koscheres Essen garantieren?

B“H
In Jerusalem weigerten sich in der Vergangenheit ein paar Restaurantbetreiber, das Koscherzertifikat vom Oberrabbinat (Rabbanut) zu kaufen. Bedeutet, dass sie eine Menge Geld dafür zahlen, dass ihre Küche, ihre Zutaten sowie das Personal rabbinisch überwacht werden. Nur so kann koscheres Essen gewährleistet werden.
Die Betreiber allerdings wollten sich das Geld sparen und verkündeten stattdessen, man achte selbst darauf, dass die Küche koscher bleibe. Außerdem habe das Unternehmen auch am Schabbat geschlossen.
Kann das tatsächlich funktionieren, wenn in der Küche oftmals Nichtjuden angestellt sind? In Jerusalem handelt es sich weitgehend um Moslems, die in den Küchen hantieren. Wie soll das Personal alles auf koscher abchecken, wenn das Wissen gar nicht vorhanden ist?
Okay, manche Leute können sagen, dass all die Koschervorschriften total übertrieben sind. Andererseits werden gerade in Jerusalem eine Menge Zertifikate von Restaurantbesitzern gefälscht, denn man will mit dem Zertifikat mehr Kundschaft anziehen. Immer wieder fliegen gefälschte Oberrabbinat – Zertifikate auf.
Wie schnell ein Restaurantbetreiber, der alles selbser checken will, hereinfallen kann, zeigt ein aktuelles Beispiel:
Eben solch ein Restaurant, wo der Besitzer meinte, er brauche kein Geld in die Kaschrut investieren, flog so richtig auf. Ein Mashgiach (Kashrut Expert) hatte in der Küche Gewürze ausgemacht, in denen Krabbenpulver vorhanden war.
Anmerkung:
Krabben, Krebse, Hummer oder Garnelen sind nicht koscher!
Das Krabbenpulver war auf der Gewürzverpackung als solches aufgelistet, nur hatte niemand etwas kontrolliert bzw. gar nicht gewusst, dass Krabben nicht koscher sind.
So schnell kann es gehen, wenn man allein herumfuchteln will. Zwar hilft die beste rabbinische Aufsicht auch nicht immer und aus diesem Grund essen fromme Familien fast immer daheim. Und billiger ist das natürlich auch noch. 🙂
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