Hiob (Iyov)/Uncategorized

Die Furcht des Hiob (Iyov)

B“H
Im Buch Hiob (Sefer Iyov) 1:9 – 11 beschuldigt der „Satan“ den Iyov, G – tt lediglich aus einer Furcht heraus zu folgen. Die Furcht, den eigenen Wohlstand und alles andere zu verlieren. Iyov lebe nicht aus reiner Liebe nach G – ttes Gesetzen sondern, einzig und allein, spiele Angst die tragende Rolle.
Kurze Anmerkungen:
Ob Hiob (Iyov) tatsächlich lebte oder es sich bei ihm nur um eine Allegorie handelt, wird im Talmud Bava Batra sowie in weiteren jüdischen Quellen diskutiert. Eine definitive Antwort gibt es nicht.
Der christliche „Satan““hat absolut gar nichts mit dem jüdischen Verständnis des „Satan“ zu tun. Im Judentum gibt es weder Teufel noch Satan, sondern lediglich eine negative Macht. Jedoch ohne Form und Gestalt. Diese negative Macht wurde von G – tt selbst kurz nach der Welterschaffung erschaffen. Naturkräfte genauso wie die negative Macht unterliegen G – tt. Er ist ihr Boss und sie müssen Seinen Anordnungen folgen. Im Judentum untersteht alles G – tt. Selbst der winzigste Grashalm. Negative Kräfte existieren nicht eigenständig und unabhängig, sondern alles unterliegt G – tt.
Wenn der sogenannte Satan im Buch Hiob bei G – tt lästert, dass Hiob nur an sich denkt und seinen Wohlstand behalten will. Hiob ist sich bewusst, dass G – tt ihn und seine Family beschützt und aus dieser Ehrfurcht heraus diene Ihm.
Steht Hiob mit seinem Verhalten so alleine da? Ich denke, dass es heutzutage genauso viele Leute gibt, die scheinbar total religiös wirken, in Wirklichkeit G – tt aber nur folgen, weil sie entweder Furcht haben, alles zu verlieren, krank zu werden, etc. oder weil sie sich einen Nutzen davon erhoffen. Beispiel: So manch einer erhofft sich nach seinem Gebet eine Art g – ttliche Belohnung. Entweder finanzieller, gesundheitlicher oder anderer Art.
Hiob wird auf die Probe gestellt und er scheint alles zu verlieren. Überraschenderweise jedoch steht er zu G – tt und läßt sich selbst durch die schlimmsten Schicksalsschläge nicht von seinem Weg abbringen.
Advertisements

3 Kommentare zu “Die Furcht des Hiob (Iyov)

  1. B“H

    Zuerst einmal heisst es im Originaltext (Hiob / Iyov 1:6), dass auch die „Bnei E – lo – him“ zu G – tt kamen, um vor Ihm zu stehen. „Bnei E – lo – him“ mit „Soehne G – ttes“ zu uebersetzen, waere im Prinzip falsch, denn es handelt sich um keine Soehne in einem verwandschaftlichen Verhaeltnis.

    Im Text koennte man davon ausgehen, dass es sich um Engel handelt. Der Kommentator Malbim sieht sie jedoch als jene Naturkraefte, welche von G – tt im Verlauf der Welterschaffung erschaffen worden sind. G – tt wollte diesen „Naturkraeften“ auftragen, Iyov Schaden zuzufuegen.

    Danach kam der Satan (שטן)
    Der Satan ist eine negative Kraft. Der Ursprung allen Ungluecks, der Suende, des Verlustes, etc. Auch diese negative Kraft wurde bei der Welterschaffung von G – tt erschaffen. Es existiert nichts auf dieser Welt, ohne dass es von G – tt erschaffen worden ist.

    Der Rambam (Maimonides) kommentiert uebrigens (Der Fuehrer der Unschluessigen 3:22), dass der Text nicht sagt, dass die Bnei E – lo – him und der Satan zusammen vor G – tt auftauchten. Dies wuerde bedeuten, dass beide Einheiten zusammengehoeren. Dies tun sie jedoch nicht.

    Beide Kraefte, die Naturgewalten sowie die negative Kraft des Satan, traten vor ihren Eraschaffer, um Anweisungen entgegenzunehmen.

    Das hebraeische Wort SATAN darf auf gar keinen Fall mit TEUFEL uebersetzt werden, sondern vielmehr ist hier von einem Hindernis die Rede. Etwas, dass zwischen mir und G – tt steht und dass ich aus dem Weg raeumen soll. Heisst, ich soll mich zum Positiven veraendern.

    http://www.jewishanswers.org/ask-the-rabbi-2566/the-jewish-view-of-satan/?p=2566

    Der Satan ist kein Wiedersacher, sondern etwas, was von G – tt erschaffen worden ist. G – tt hat keinerlei Widersacher, da Er der Alleinherrscher des Universsum ist und als Alleinerschaffer keinerlei Konkurrenz hat.

    Iyov wird von einer negativen Macht herausgefordert, die da G – tt sagt, dass Iyov nur G – tt folge, weil er sich vor den Konsequenze fuerchte. Iyov folge G – tt weder aus Liebe noch aus ehrlicher Absicht heraus.
    Daraufhin fordert G – tt Iyov heraus und stellt fest, dass Iyov tatsaechlich fest zu G – tt steht und nicht nur an seinen eigenen vorteil denkt.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s