Talmud/Teschuva (Umkehr zu G - tt)/Welterschaffung

Talmud Pesachim 54: „G-tt erschuf die Teschuva (Umkehr zu G-tt) vor der Erschaffung unseres Universums“

B“H
Eine Gemara (rabbinische Diskussion) im Talmud Traktat Pesachim 54a lehrt:
„Sieben Dinge wurden vor der eigentlichen Welterschaffung in den zuvor existierenden spirituellen Sphären erschaffen: die Thora, die Umkehr zu G – tt (Hebräisch: Teschuva), Gan Eden (Paradies), Gehinnom, G – ttes Himmlischer Thron, der Heilige Tempel und der Name des Meschiach.“
In diesem Artikel beziehe ich mich nur auf das TESCHUVA Konzept und alle anderen erschaffenen Dinge werde ich in einem späteren Artikel definieren!
Wenn G – tt etwas erschafft, so tut Er dies mit Seinen Gedanken. Mehr ist dazu nicht erforderlich. Wenn der Talmud Pesachim lehrt, dass G – tt vor der eigentlichen Welterschaffung bereits sieben anderweitige Dinge erschuf, so ist damit gemeint, dass diese Dinge nicht real existierten, sondern lediglich spirituell in G – ttes Gedanken. Das Paradies stand also nicht irgendwo schon vor der Welterschaffung herum, sondern G – tt hatte dieses Konzept in seinen Gedanken bereits ausgearbeitet. 🙂
Jeder Gedanke, jede Tat und jedes Wort eines Juden kann die oberen spirituellen Welten entweder negativ oder positiv beeinflussen. Lebt der Jude nach der Thora, so kann er alles andere positiv beeinflussen. Ist das Gegenteil der Fall, so geht alles ins Negative über.
G – tt erschuf die spirituellen Welten vor der Erschaffung unserer existierenden Welt. Selbst wenn ein Jude nicht im Einklang mit der Thora lebt, hat er trotzdem die Möglichkeit, sein Verhalten zu bereuen und zum Positiven zu verändern. Durch seine Teschuva (Umkehr) kann er seine Taten in einen positiven Aspekt bringen und dementsprechend die spirituellen Welten beeinflussen.
Pesachim 54 erwähnt nicht, dass es ganz unterschiedliche Formen und Level von Teschuva gibt. Nicht jeder Mensch ist gleich und demzufolge sind auch die Arten der Teschuva individuell ausgerichtet. Jeder agiert gemäß seinem Potenzial und seiner Persönlichkeit. Außerdem leben wir alle in völlig unterschiedlichen Lebensumständen, die ganz klar eine wichtige Rolle einnehmen. Des Weiteren ist nicht jeder Mensch auf demselben Teschuva – Level. Der Eine macht Teschuva, weil er Angst vor G – tt hat, ein Anderer macht Teschuva aus purer Freude heraus und noch ein Anderer vielleicht, weil er sein bisheriges Leben reflektierte und zu dem Ergebnis kommt, dass er etwas ändern muss.
Rabbi Avraham Yitzchak HaCohen Kook und Rabbi Adin Steinsaltz berichten in ihren Büchern von den Problemen und Schwierigkeiten der Teschuva. Wie Leute immer wieder umkippen und aufgeben wollen, sich dann aber doch wieder hochziehen und von vorne beginnen. Alles mag total einfach klingen, doch letztendlich ist die Teschuva ein sehr kompliziertes Thema. 🙂
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