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Zedakah-Spenden an Bedürftige

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Photo: Miriam Woelke

Blick von der Stadt Zfat auf Meron im oberen Galiläa
B“H
Im Judentum nimmt das Spenden an Bedürftige eine überaus wichtige Rolle ein. Bei demjenigen, der einem Bedürftigen hilft, kommt natürlich das super Gefühl auf, etwas Gutes getan zu haben. Andererseits sollten wir uns als Gebende keinesfalls überheblich fühlen, denn ein Bedürftiger gibt uns erst die Chance, das tolle Gefühl des Helfens zu erhalten. Heißt, erst durch den Bedürftigen wird uns die Möglichkeit gegeben, überhaupt etwas zu tun. Deswegen besteht zwischen dem Gebenden und dem Bedürftigen eine Art Symbiose und der Bedürftige muss sich seiner nicht schämen, da er dem Gebenden etwas zurückgibt. Nämlich die Möglichkeit, Gutes zu tun.
Zedakah-Spenden geben ist, wie gesagt, im Judentum eine wichtige Mitzwah (Gebot). Wie aber sollte das Spenden aussehen? Wir alle kennen die Leute, die in Fußgängerzonen, vor Supermärkten und sogar neben dem Bankautomaten sitzen und ihren Plastikbecher schütteln. Sollen wir denen Geld geben oder nicht, wenn wir doch sehen, dass es sich in vielen Fällen um Junkies oder Alkoholiker handelt?
Die größte Mitzwah besteht nicht darin, unbedingt Geld zu geben, sondern Lebensmittel oder sogar einen Job. Mir passierte es mal, dass ich einem Bettler ein paar frische Bananen anbot, die ich gerade eingekauft hatte. Daraufhin brüllte mich der Typ wie wild an und forderte Cash. Das wiederum gab ich ihm dann nicht mehr. Wer weder Lebensmittel noch ein Jobangebot annimmt, der ist auch nicht unbedingt so superbedürftig.
Der Rambam (Maimonides, Rabbi Moshe ben Maimon, 1135-1204) lehrt, dass man, wenn überhaupt, jedem Bedürftigen nur kleinere Geldbeträge geben sollte. Ein paar Groschen bzw. Cent. So nämlich sei man in der Lage, mehreren Bedürftigen zu geben und nicht nur einem einzigen.
All die Halachot (Gesetze) im Judentum hören sich immer total viel, kompliziert und sogar nervig an. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass jedes einzelne Gesetz einen äußeren sowie einen inneren Charakter besitzt. Bedeutet, dass jedes Gesetz seine eigene mystische Seite beinhaltet, die man nur verstehen muss.
Grundsätzlich bewegt jemand, der eine Mitzwah erfüllt, oberen spirituellen Welten zum Positiven. Heißt, er tut nicht nur sich etwas Gutes, sondern sein Tun hat gleichzeitig einen positiven Einfluß auf diese Welt sowie auf die oberen Welten. Vielleicht sollte man sich diese Gedanken einmal vor Augen halten, denn dann erscheinen die Gesetze gar nicht mehr so nervig.
Noch ein kleinere kabbalistischer Gedanke zur Zedakah:
Wer einem Bedürftigen eine Geldspende in den Klingelbeutel wirft, sollte dies stets mit der rechten Hand tun. In der Kabbalah steht RECHTS für Güte wohingegen LINKS strenges Gericht bedeutet.
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