Kriminalitaet/Mea Shearim

Mea Shearim, Ramat Beit Shemesh & der Drogenhandel

B“H
Die heutigen israelischen Schlagzeilen berichten vom Drogenhandel im Jerusalemer Ultra-orthodoxen Stadtviertel Mea Shearim sowie im frommen Ramat Beit Shemesh. Ein Undercover Ermittler habe eine riesige Drogengang auffliegen lassen und nun seien alle verhaftet worden. Die Mitglieder der Gang sind Haredim (Ultra-orthodoxen Juden) sowie nationalreligiöse Juden.
http://www.timesofisrael.com/undercover-cop-busts-ultra-orthodox-drugs-weapons-ring/
Die Frage, die ich mir dabei sofort stelle lautet „Wer genau sind diese Leute in Mea Shearim oder Ramat Beit Shemesh und welchen Background haben sie?“
Mea Shearim ist ein allgemeiner Begriff und es leben viele unterschiedliche Leute im Stadtteil. Was den meisten Leuten immer so einfällt ist „Wow, Toldot Aharon, die antizionistische Edah Charedit, die Neturei Karta, dunkle Gassen, Demonstrationen und Anstandsschilder.“
Sämtliche Online News berichten zwar zur Sache, aber der Background der verhafteten Kriminellen bleibt unerwähnt. Einzig aus den Kommentaren der haredischen Be’Chadrei HaCharedim erfuhr ich, dass die verhafteten Haredim offenbar sephardischer Abstammung sind.
Ich beschuldige hier nicht die orientalischen Juden und rechtfertige aschkenazische Juden. Kriminelle gibt es in jeder Gesellschaft und wer einen Kaftan und eine schwarze Kipa trägt, ist noch lange nicht automatisch heilig.
Ich muss allerdings zugeben, dass mein erster Gedanke war, dass es sich bei den Drogenhändlern wieder einmal um selbsternannte Breslover „Chassidim“ des Movements der Neureligiösen handelt. In und um Mea Shearim finden wir genau diese Movements, deren Mitglieder eh schon lange Vorstrafenregister haben. Klar, kann man mich jetzt wieder als Rassisten aburteilen, aber das ist mir wurscht. Man muss sich nur in Jerusalem umhören oder mit der Polizei reden, um zu erfahren, was in diversen Neureligösen-Movements so abgeht. Dort ist alles vertreten: Vom Junkie bis hin zum Pädophilen.
Ich richte hier niemanden und schon gar keine sephardischen oder ashkenazischen Juden. Ob jemand in die haredische Gesellschaft hineingeboren wurde oder erst später hinzukam. Wie gesagt, die perfekte Gesellschaft gibt es nirgendwo auf der Welt.
Mehrere Haredim kommentieren in den Online News, dass es für einige Leute besser sei, einen Job zu suchen als den ganzen Tag nur ziellos herumzuhängen. Ich selbst habe in haredischen Stadtteilen gelebt und sah des Morgens schon diverse Leute nur so abhängen, ohne in einer Yeshiva zu lernen. Stattdessen wird durch Parks gestreift oder in Cafes gehockt. Im eigenen haredischen Stadtteil gibt man sich superfromm und sobald man diesen verläßt, wird „high life“ gemacht.
Ich finde es nur schade, dass unsere Medien MEA SHEARIM erneut im schlechten Licht präsentieren. Wäre eine Drogenmafia in einem anderen Stadtteil aufgeflogen, so wäre der Name des Stadtteiles nicht in die Schlagzeilen geraten. So jedoch sorgt Mea Shearim immer für Schlagzeilen und verkauft sich gut.
Link:
Die Wahrheit über das Mädchen aus „Leaving the Fold“
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