Schabbatzeiten/Thora Parasha/Vorvaeter

Was lehrt uns die Thoralesung CHAYE SARAH?

B“H
An diesem Schabbat lesen wir in den Synagogen die Thoralesung CHAYE SARAH (Genesis / Bereschit 23:1-25:18). Durch die Uhrenumstellung auf Winterzeit beginnt der Schabbat in Israel relativ früh:
In Jerusalem werden die Schabbatkerzen am morgigen Freitag bereits um 16.10 Uhr gezündet. Enden tut der Schabbat dieser Woche am Samstagabend um 17.23 Uhr. Am Schabbat der nächsten Woche (Thoralesung „Toldot“) beginnt schon der neue Monat KISLEV. Der Monat, an dessen Ende wir Chanukkah feiern.
In der Thoralesung dieser Woche, „Chaye Sarah“, geht es im Wesentlichen um zwei Geschehnisse:
1. Sarah stirbt und ihr Gatte Avraham beerdigt sie in der Ma’arat HaMachpelah Höhle in Hebron.
2. Avraham schickt seinen Sklaven Eliezer aus, um eine angemessene Frau für seinen 37-jährigen Sohn Yitzchak zu suchen. Avraham schickt Eliezer nach Haran (heute in Syrien, wo er Avrahams Familie aufsuchen soll. Am Ende findet Eliezer die Rivka (Rebekka) und bringt sie mit zurück zu Avraham. Rivka wird Yitzchak ehelichen. Der Vater von Rivka ist Betuel, Sohn des Nachor. Und Nachor war ein Bruder von Avraham.
Um seine verstorbene Frau Sarah zu beerdigen, ging Avraham zu dem mächtigen Hittiter Ephron, um die Ma’arat HaMachpelah Höhle zu kaufen. Am Ende zockte Ephron den Avraham tüchtig ab und verlangte viel zu viel Geld.
Das kabbalistische Buch Zohar vertritt die Ansicht, dass Ephron die wahre Bedeutung der Machpelah nicht kannte. Weder wusste Ephron, dass in der Höhle Adam und Chava (Eva) begraben waren, noch war Ephron darüber informiert, dass in der Machpelah die oberen spirituellen Welten mit der unseren zusammenstoßen. Es heißt, dass die Seelen der Verstorbenen durch die Machpelah aufsteigen.
Alles, was Ephron sah, war das Geld von Avraham und eine olle dunkle Höhle. Bedeutet, dass er lediglich wert auf Äußerlichkeiten legte. Avraham dagegen hatte ein tieferes Verständnis und schaute nicht nur auf Äußerlichkeiten, sondern vielmehr auf das, was dahintersteht. Und genauso sollten wir auch handeln: Nicht nur oberflächlich durchs Leben gehen, sondern hinter die Fassade schauen. Es ist heutzutage sehr leicht, jemanden nach seiner Kleidung zu richten bzw. einzuordnen. Allein dabei kann man sich gewaltig irren. 🙂
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