Hebron/Vorvaeter

Schabbat CHAYE SARAH in Hebron

B“H
Am letzten Schabbat lasen wir in den Synagogen die Thoralesung (Parasha) VAYEIRA, wo uns, u.a., von der „Akeidat Yitzchak“ (Opferung des Yitzchak) berichtet wird. Kabbalistische Kommentatoren lassen sich zu dem Thema so richtig aus, denn es geht um die verschiedenen Seelen des Yitzchak.
Was wir auf gar keinen Fall übersehen dürfen: Yitzchak war zu dem Zeitpunkt als sein Vater Avraham ihn auf dem Tempelberg opfern sollte, 37 Jahre alt und keineswegs ein kleiner Junge mehr, wie so gerne dargestellt.
Kabbalisten sehen Yitzchak sehr wohl als tot, jedoch erweckte ihn G-tt im selben Moment wieder zum Leben. Hierbei kam es zu einem Seelenaustausch. Heißt, Yitzchak erhielt eine neue Seele.
An diesem Schabbat lesen wir die Parashat CHAYE SARAH, wo zu Beginn Sarah, Avrahams Gattin, stirbt. Avraham will seine Frau beerdigen und kauft dem Hittiter Ephron ein Stück Land samt einer Höhle ab. In der Höhle liegen Adam und Eva begraben und Avraham scheut keine Mühen, das Anwesen zu erstehen, obwohl Ephron ihn finanziell so ziemlich abzockt.
Die Höhle, welche aus mehreren Kammern besteht, heißt „Ma’arat HaMachpelah“ und liegt in Hebron (wenige Kilometer südlich von Jerusalem). Die Vorväter und Mütter Avraham und Sarah, Yitzchak und Rebekka (Rivka), Yaakov und Lea sowie die ersten Menschen Adam und Eva liegen dort begraben.
Wer heute im riesigen Gebäudekomplex der Machpelah steht, der sieht nicht die Originalgräber der Vorväter, sondern Nachbildungen, deren Lokalität jedoch authentisch zu sein scheint. Bedeutet, dass viele Meter weiter unten, in der Höhle selbst, die Lage der Gräber denen der oberen Nachbildungen entsprechen.
Als ich vor ein paar Jahren dort war, war ich erst einmal geschockt, denn die nachgebildeten Grabsteine sind mit Tücher bedeckt, auf denen Koranverse oder zumindest etwas in arabischer Sprache abgebildet ist. Die Kammer des Yitzchak befindet sich total unter palästinensischer Fuchtel und nur zweimal im Jahr erhalten Juden Zutritt.
Außer, dass Avraham auch der Vater des Ishmael war (die Mutter war die Konkubine Hagar), besitzen Moslems keinerlei Verbindung zur Ma’arat HaMachpelah. Des Weiteren ist anzuzweifeln, ob es sich bei den heutigen Palästinensern und Arabern tatsächlich um die Nachfahren der Ishmaeliten handelt. Historiker melden Zweifel an, doch so ganz genau kann man das heutzutage nicht mehr nachprüfen. Eines jedoch steht fest: Ishmael machte später Teschuva (Umkehr zu G-tt) und es handelte sich bei ihm keinesfalls um einen Moslem. Immer stand er an der Seite Avrahams, obwohl er eine nichtjüdische Frau ehelichte.
Dass Moslems, die weder mit Jerusalem noch etwas mit Hebron und der Machpelah zu tun haben, diverse Besitzrechte erhalten, ist eine Tragödie. Sie gehören nach Mekka und Medina, aber nicht nach Israel. Mohammad war niemals hier, sondern träumte immer nur. Wer tut das nicht, aber deswegen erhält niemand absurde Rechte. Noch dazu, wo Moslems weder den Tempelberg noch die Machpelah besonders würdigen, denn wo sie gehen und stehen, lassen sie ihren Dreck fallen und hier und dort wird auch mal eben so in die Ecke uriniert.
Außer der Kammer des Yitzchak, dürfen Juden zu jeder Zeit die Machpelah besuchen und dort beten. Wer jedoch aufs Klo muss, der sollte dies vorher tun oder ist im Notfall gezwungen, den Gebäudekomplex zu verlassen und vor dem Anwesen eine Toilette aufzusuchen.
Die Stadt Hebron gehört zu ¾ den Palästinensern und Juden leben lediglich in einem winzigen kleinen verbliebenen Viertel. Während Palästinenser der jüdischen Part durchqueren dürfen, ist es Juden strengstens verboten, den palästinensischen Teil zu betreten. Ansonsten würden Palästinenser die gegen das Verbot verstossenden Juden sofort lynchen.
Hebron ist ein Hochsicherheitstrakt. Allein schon deswegen, weil man immer auf der Hut vor palästinensischen Scharfschützen sein muss. In der Nachbarstadt Kiryat Arba sowie in Hebron selbst sind stets palästinensische Terroristen unterwegs.
An diesem Schabbat lesen wir, wie gesagt, die Parashat CHAYE SARAH und es ist eine ewig lange Tradition, dass Tausende Juden sich genau an dem Schabbat nach Hebron aufmachen. Viele Quartiere gibt es nicht und so campieren Tausende draußen vor der Machpelah in Zelten. Eine Freundin von mir fährt am Freitag hin und durch andere Freunde erhielt sie sogar ein richtiges Nachtquartier und kein Zelt. Ich bin mal gespannt, was sie so berichten wird.
Links:
Yitzchak ben Avraham
Homepage der Ma’arat HaMachpelah in Hebron
Aus der Ma’arah HaMachpelah
Überreste des Mischkan (Tabernakel) in der Ma’arat HaMachpelah
Trip nach Hebron
Deutsche Antisemiten in Hebron
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