Generation des Noach (Noah)

Eine schlechte Kindheit rechtfertigt kein kriminelles Verhalten

B“H
An diesem Schabbat lesen wir in den Synagogen die Thoralesung(Parashat) NOACH (Noah). Wir lesen von der berühmt berüchtigten Generation des Noach, der Arche, der Flut sowie dem Turm zu Bavel (Babylon). Der Talmud sowie auch der chassidische Thorakommentator Shem MiShmuel lassen uns wissen, dass die Generation des Noach schuldig war, dem Götzendienst zu folgen. Unter anderem wurde die Sonne angebetet. Darüber hinaus wurde gemordet und gestohlen, was das Zeug hielt. Nicht nur der Shem MiShmuel weist darauf hin, dass gerade diese Generation sexuell total verdorben war und nur einzig und allein dem eigenen Lustgefühl folgte. Egal, ob Frau, Mann oder Tier, alles, was sich bewegt, wurde vergewaltigt und es war garantiert keine besondere Freude, in der Zeit zu leben. Aus diesem Grunde brachte G-tt eine Flut herbei, um die Erde zu reinigen.
Immer, wenn ich auf Noach und dessen Generation, schaue, fallen mir die heutigen Homoehen oder die deutschen Grünen ein, die da ein Gesetz durchbringen wollen, welches Erwachsenen Sex mit Zwölfjährigen erlaubt. Bevor die Flut kam, erschien die ganze Welt ihren Verstand verloren zu haben. Dasselbe passiert heute, wenn Homosexuelle und Pädophile Gleichberechtigung und Toleranz einfordern. Jeder folgt nur noch seinen Gelüsten und jeder betrachtet sich selbst als wichtig und ist lediglich auf sein eigenes Wohlbefinden aus. Moral zählt nicht mehr und als political correct gilt sie schon gar nicht!
Was aber können wir heute von Noach und seiner Generation lernen?
Dass es nicht immer auszahlt, der gesellschaftlichen Mehrheit zu folgen. Nicht alles, was die Mehrheit tut und macht, ist automatisch richtig. Noach ging seinen eigenen individuellen Weg und liess sich nicht mit seiner Umgebung ein. Natürlich kann man argumentieren, dass Noach aufgrund seines Großvaters Metushelach (Methusalem) eine moralisch geprägte Kindheit hatte und zu G-tt betete. Andererseits hat ein Jeder von uns einen freien Willen, doch oftmals ist es leichter, mit der Menge zu laufen anstatt gegen sie.
Wenn wir uns die Thora einmal intensiver anschauen, so fällt auf, dass biblische Figuren wie Rivka (Rebekka), Leah oder Rachel keine so tolle Kindheit hatten. Oder Avraham, dessen Vater Terach Götzen anbetete und noch dazu für den miesen Nimrod arbeitete. Dennoch entschieden sich Rivka, Leah, Rachel sowie Avraham, keinen korrupten Weg einzuschlagen, sondern G-tt zu dienen. Sie wählten die Moral im Leben.
Dieses Verhalten zeigt uns, dass jemand trotz einer schlechten Kindheit bzw. einer zerstörerischen Umgebung immer noch ein guter Mensch werden kann und nicht mit der Masse mitlaufen muss. Ein schlechte Kindheit ist nicht gleichbedeutend mit einer kriminellen Laufbahn. Heutzutage berufen sich viel zu viele Straftäter auf ihre schlechte Kindheit oder falsche Freunde. Wenn man denn nur tolle Eltern gehabt hätte, mehr Geld, bessere Klamotten und Schulen, ja, dann wäre alles anders gekommen. So, aber wurde man halt kriminell, weil man durch die Kindheit negativ geprägt wurde. Man konnte eben gar nicht anders.
Avraham, Rivka, Rachel, Leah und selbst Noach beweisen das Gegenteil. Es ist möglich, sich von seiner Umgebung und schlechten Kindheit loszusagen, in dem man sich auf Positives konzentriert und sein Leben umkrempelt. Wenn derjenige nicht so enden will, wie vielleicht die Eltern und dementsprechende Bemühungen unternimmt. Klar, ist das mit Schwierigkeiten verbunden, denn womöglich lachen andere einen aus. Letztendlich zahlt sich die Mühe aus, wie wir am Beispiel von Avraham sehen. Niemand sollte immer nur seine Kindheit und seine Umgebung für alles verantwortlich machen, sondern wir sind selber für unser Leben verantwortlich.
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