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Die tagtägliche neue Welterschaffung (Ma’aseh Bereshit)

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Photo: Miriam Woelke
„Nefesh HaChaim“ by Rabbi Chaim von Volozhin

 

B“H
An diesem Schabbat beginnen wir den neuen Thora Zyklus des gerade begonnenden neuen Jahres 5776. Bedeutet, wir lesen die Thora von vorne. Am Schabbat dieser Woche lesen wir in den Synagogen die Parashat (Thoralesung) Bereschit (Genesis).
Ich habe dermaßen viele Bücher auf meinen Regalen stehen, sodaß ich mich endlich dazu durchrang, alle durchzugehen. Ein Buch nach dem anderen. Derzeit lese ich den ersten Teil einer dreiteiligen Biographie über die berühmte Soloveitchik Familie. Nein, nicht zu dem Familienpart des berühmten Rabbiner und Philosophen Joseph B. Soloveitchik, sondern über den restlichen Teil der Familie, die da dem Brisker (Brest-Litowsk) Movement angehört und dieses auch gründete. Im deutschsprachigen Raum vermutlich weniger bekannt, doch in den USA sowie in Jerusalem spielen die antizionistischen Brisker eine wichtige Rolle. Neben den Brisker Rabbis wie Rabbi Chaim Soloveitchik oder Rabbi Yitzchak Ze’ev (Velvele) Soloveitchik lerne ich das berühmte Buch des Rabbi Chaim von Volozhin,”Nefesh HaChaim”. Rabbi Chaim war der berühmtes Schüler des Vilna Gaon und direkter Vorfahre der Soloveitchik Familie.
In den ersten Kapiteln des Buches beschreibt Rabbi Chaim von Volozhin die Einzigartigkeit G-ttes und dessen Welterschaffung aus dem absoluten Nichts heraus (Yesh miAyin). Nicht, dass G-tt vor Ewigkeiten das Universum einschließlich unseres Planeten einmal erschuf und das war es dann. Nein, die Welterschaffung findet jeden Tag neu statt. Wenn die Sonne aufgeht und ein neuer Tag beginnt, erschafft G-tt die Welt von Neuem. Ohne Ihn und Seinen Willen (Ratzon) würden wir aufhören zu existieren.
Das ist nichts Neues und viele Male zuvor habe ich über dieses jüdische Konzept geschrieben. Und es ist auch nicht nur Rabbi Chaim von Volozhin, der solch eine Statement von sich gibt, sondern eine Menge anderer Rabbiner. Leider vergessen wir Menschen viel zu oft, dass wir und unsere Welt abhängig sind. All unsere Technologie und Intelligenz hilft uns nichts, wenn es um unsere Existenz und die des gesamten Universums geht. Wenn die Sonne eines Morgens nicht aufgeht, sind wir erledigt und können abdanken. Viel zu selten machen wir uns diese Tatsachen bewusst und unser erster Gedanke nach dem Aufwachen lautet meistens „Shit, jetzt muss ich aufstehen und zur Arbeit gehen!“ 🙂
Andere Planeten außer unserer Erde und der Sonne erscheinen uns weniger wichtig. Okay, die Sonne gibt uns Licht und Wärme, aber wozu brauchen wir all die anderen Planeten? Ohne den Mond oder Jupiter läßt es sich doch auch leben.
Die Planeten unseres Universums sind allesamt wichtig für unsere Existenz. Der Mond, zum Beispiel, liefert uns die Jahreszeiten und die Gezeiten der Meere. Jupiter mit seiner massiven Anziehungskraft hält uns so manchen gefährlichen Asteroiden fern, sodass dieser nicht gen Erde fliegt. Derlei Fakten sollte man niemals unterschätzen.
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