Chabad (Lubawitsch)/Christliche Missionare/Mea Shearim/Sukkot

Sukkot in Jerusalem

B“H
Der erste Tag des Laubhüttenfestes Sukkot ist vorüber. In Israel kehrt morgen so einigermaßen wieder der Alltag ein. Die Busse fahren ganz normal und Läden, Banken sowie Postämter sind wieder geöffnet. Letztere allerdings nur halbtags bis circa 12.00 Uhr. Ministerien bleiben bis zum Ende von Sukkot geschlossen.
Bis auf Mittwoch werde ich mich ziemlich wenig in den ganzen Feiertagstrubel stürzen, denn ich muss arbeiten. Und das nicht zu knapp! Gestern und heute jedenfalls genoß ich es, in der Sukkah (Laubhütte) zu sitzen und zu essen. Am ersten Abend von Sukkot ist es für jeden Juden eine Mitzwah, in der Sukkah zu sitzen. Viele Leute schlafen auch darin. Insbesondere viele Chassidim. Wer dagegen die chassidische Gruppe Chabad-Lubawitsch kennt, weiß sicherlich, dass man bei Chabad nicht dem Brauch folgt, in der Sukkah zu schlafen. Allerdings isst oder trinkt kein Chabadnik außerhalb einer Sukkah.
Wo lohnt es sich am meisten, die Sukkot-Feiertage zu verbringen?
Ganz klar in Jerusalem, denn insbesondere im jüdischen Altstadtviertel findet sich eine Vielzahl von Events. Am Mittwochmorgen gegen 8.45 Uhr findet der traditionelle Birkat HaCohanim (Segen der Cohanim) statt. Nachmittags geht es gegen 17.00 Uhr weiter mit dem Hakhel an der Klagemauer (Kotel).
Die Altstadt … schön und gut, aber die richtigen Simchat Beit Hashoeva Feierlichkeiten sind im ultra-orthodoxen Mea Shearim. Fast unter Ausschluß der auswärtigen Öffentlichkeit, denn fast alle chassidischen Gruppen machen an der Feiertagen dicht, denn ihre Synagogen sind restlos überfüllt.
Aufgrund dessen, dass Tausende christliche Missionare aus aller Welt derzeit durch Jerusalem gurken, wurden in Mea Shearim Warnposter aufgehängt. Allein aus diesem Grund sollten sich die Missionare nicht in ultra-orthodoxe Stadtteile wagen. Mittlerweile ist es ja bei den Missionare in Mode gekommen, sich auch noch als Jude auszugeben. Gestern Abend gab einer dieser Verwirrten eine Ansprache beim Abendessen von Rabbi Mordechai Machlis und wurde von mehreren Anwesenden ausgelacht. Seine Story stimmte hinten und vorne nicht. Die jüdische Welt ist sehr klein und falsche Behauptungen fliegen deswegen ziemlich schnell auf.
Nichtsdestotrotz, die schwierigste Mitzwah erleben wir ausgerechnet an Sukkot: Der Vilna Gaon sagte seinerzeit, dass das schwierigste Gebot sei, an allen neun Tagen von Sukkot happy zu sein. Derjenige, der Probleme hat im Leben oder gerade sonstigen Schwieigkeiten im Leben gegenübersteht, wird wohl kaum happy sein. Und genau darin besteht dieser Tage die große Herausforderung:
Ve’samachta be’Chagecha … An seinem Feiertag happy zu sein und sich ohne Unterbrechung zu freuen!
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