Yom Kippur

Wofür das „Buch des Lebens“ wirklich steht

B“H
Der Yom Kippur ist gestern Abend zuende gegangen! Den gesamten gestrigen Tag verbrachte ich in der Jerusalemer Altstadt und ich muss sagen, dass ich es sehr genoß. Wenn man mal von den üblichen Kopfschmerzen absieht, die immer dann auftreten, wenn ich nicht regelmäßig Wasser trinke. Während des letzten Yom Kippur Gebetes, dem Ne’ilah Service, saß ich dann auch die meiste Zeit, weil mir ziemlich schwindlig war. Am Ende aber hielt ich durch und dann war auch schon alles vorbei. 🙂
Nichtsdestotrotz genoß ich den Yom Kippur G-ttesdienst bei Aish HaTorah. Mittendrin gab es immer wieder religiöse Vorträge von Rabbi Yaakov Marcus und das ist einer der Hauptgründe, warum ich gerade zu Aish gehe. Die Teilnehmermenge war super drauf und es gab ein tolle Q&A session.
Irgendjemand warf die Frage in den Raum, „Was es denn genau mit dem Buch des Lebens auf sich habe, welches G-tt an Rosh Hashana und Yom Kippur verwendet“. Können Juden tatsächlich am Yom Kippur ihr Schicksal zum Positiven umschwenken, wenn sie nur total konzentriert und intensiv beten?
Rabbi Marcus gab eine interessante Antwort:
Die meisten Juden haben eine völlig falsche Vorstellung vom Konzept des „Buch des Lebens“. Man glaubt, dass G-tt am Yom Kippur entscheide, ob wir in diesem gerade begonnenen neuen Jahr Erfolg haben werden. Eine Karriere, viel Geld oder Gesundheit. Wenn wir nur ja ordentlich beten, sterben wir vielleicht nicht.
Leute, die so denken, missinterpretieren das „Buch des Lebens“. Was das Konzept bedeutet ist, dass Juden nach der Thora leben und Mitzwot erfüllen sollen. Oder zumindest versuchen, so zu leben. Je mehr Mitzwot wir erfüllen, desto unsterblicher wird unsere Neshama (Seele) nach dem Tod. Desto näher findet die Neshama ihren endgütigen Platz bei G-tt.
Wer keine Mitzwot erfüllt und wem die Religion wurscht ist, dessen Seele erfährt genau das Gegenteil. Die Neshama findet ihren Platz weit weg von G-tt.
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