Kohelet/Rabbi Mordechai Machlis/Teschuva (Umkehr zu G - tt)

Kohelet 7:20 „Es gibt keinen Menschen, der immer nur Gutes tut“

B“H

„Es gibt keinen Menschen in dieser Welt, der ausnahmslos gerecht ist und immer nur Gutes tut und niemals sündigt.

Kohelet / Ecclesiastes 7:20
Wir befinden uns im jüdischen Monat ELUL und der Vers aus dem Buch Kohelet passt perfekt in diese Wochen vor dem jüdischen Neujahrsfest Rosh Hashana. In dieser Zeit sind wir dazu aufgerufen, unser Leben und unsere Taten zu reflektieren, denn an Rosh Hashana richtet G – tt die gesamte Welt. Das Schicksal unseres Planeten sowie jeder einzelne von uns wird für das anstehende neue Jahr gerichtet.
Kohelet macht uns auf unsere menschlichen Schwächen aufmerksam, die da lauten, dass wir alles andere als perfekt sind.
Gestern Abend war ich bei einem Schiur (relig. Vortrag) von Rabbi Mordechai Machlis und dieser stellte die Frage, warum uns Kohelet (geschrieben von König Salomon / Shlomo HaMelech) wissen lässt, dass kein menschliches Wesen absolut perfekt ist und jeder irgendwann einmal sündigt. Wissen wir das nicht selbst?
Sogar der frommste Mensch auf Erden sündigt, denn die Yetzer HaRah (negative Seite im Menschen) holt ihn immer wieder neu ein. Überall werden wir mit Versuchungen konfrontiert und niemand ist so erschaffen worden, dass er sich konstant wiedersetzen kann.
Offenbar ruft uns Kohelet an dieser Stelle auf, unser Leben zu reflektieren. Des Weiteren verdeutlicht uns Kohelet, dass wir Menschen verwundbar und schwach sind. Heutzutage geben wir genau das nicht mehr allzu gerne zu, denn jeder sieht sich irgendwo über allem stehen. Sobald es jedoch zu bestimmten einschneidenden Situationen im Leben kommt, stehen wir auf einmal hilflos da und unsere ganze Selbstsicherheit ist wie weggeblasen.
Im Judentum unterscheiden wir zwischen dreierlei Arten von Sünden / Vergehen:
  1. Chet – Die wörtliche Übersetzung lautet nicht Sünde, sondern jemand hat das Ziel verfehlt. Chet wird häufig als ein unabsichtliches (schogeg) Vergehen.
  2. Avon – Jemand ist sich seiner Sünde absolut bewusst.
  3. Pescha – Eine Person sündigt mit voller Absicht. Beispiel: Jemand isst absichtlich unkoscheres Essen, auch wenn gerade ein Teller mit koscherem Essen vor ihm steht. Derjenige tut alles, um G – tt zu verhöhnen.
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