Generation des Noach (Noah)/Rabbi Joseph Dov Soloveitchik/Welterschaffung

Über die Relevanz, aus der Vergangenheit zu lernen

B“H
„Erinnert euch an frühere Zeiten, versteht die Jahre von Generation zu Generation.“
(Deuteronomy / Sefer Devarim 32:7, Parashat Ha’azinu)
Moshe drängt die Juden, die Vergangenheit reflektieren zu lassen. Jene Leute zu fragen, welche sich erinnern und die Vergangenheit verstehen. Diejenigen, die verstehen, wie G – tt den Lauf der Welt gemäß den Bedürfnissen des jüdischen Volkes reguliert (Ramban).
Mehrheitlich weigert sich die Menschheit zu verstehen, wie wichtig es ist, aus der Vergangenheit zu lernen. Die Leute leiden lieber, anstatt einmal die Augen zu öffnen.
Raschi kommentiert:
ERINNERT Euch daran, was der Generation des Enosh widerfuhr.
Afrika und Europa waren einst ein Kontinent, doch auch hier sorgte G – tt für eine Strafe als er die Ozeane das Land verschlucken ließ (Talmud Schekalim 17a). Der g – ttliche Plan war, dass die Menschen nach all den Vorgängen zur Einsicht kommen und zu G – tt zurückkehren (Ramban).
Ein Drittel der Erde wurde vom Meerwasser geflutet und verschluckt. Heisst, dass das Land weniger wurde und das Meer umso größer (siehe die Midrasch Seder HaDorot sowie den Thorakommentator Rabbeinu Bachya).
Dies war eine der g – ttlichen Bestrafungen als die Menschheit unter Enosch begann, den ersten Götzen zu dienen. Die Generation des Enosch war der Meinung, G – tt habe Seine Erschaffung verlassen und deswegen begann man, den größten sichtbaren Planeten anzubeten: Die Sonne.
Als plötzlich ein Drittel der Erdoberfläche zu Wasser wurde, zeigten sich die Menschen nicht sonderlich geschockt, sondern nahmen das, ohne groß nachzudenken, halt so hin. Und da sich nichts Lebensbedrohliches ergab, fuhr ein Jeder mit seinem Leben genauso fort wie zuvor. Jahre später nahm dann die Flut des Noach ihren Lauf.
Was uns der Vers aus Ha’azinu hier lehren will: Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, denn sonst wiederholen sich die gleichen Fehler immer und immer wieder. Der Generation des Enosch war alles egal und niemand achtete darauf, dass sich etwas Gravierendes anbahnte. Leider ist es beim jüdischen Volk nicht wesentlich anders: Immer wieder werden die gleichen Fehler begangen. Und wie Esser Agaroth richtig anmerkt: Obama und der Iran sind nicht die schlimmsten Feinde Israels, sondern die Juden selbst.
Anstatt gegen den weltweiten Antisemitismus zusammenzuhalten, kratzen sich Juden untereinander die Augen aus bzw. gehen aufeinander los. Und damit meine ich besonders jene Juden, welche die Thora und G – tt am liebsten im Mülleimer entsorgen wollen. Aber, wie Rabbi Joseph B. Soloveitchik einst sagte: Der Mensch ist verwundbar, denn er ist und bliebt sterblich. Wer versucht, die Thora und G – tt zu zerstören, wird eines ganz bestimmt nicht erreichen: Unsterblich zu werden. Die größte Furcht des Menschen ist und bleibt der Tod.
Links:
Das Prinzip der Belohnung und Bestrafung am Beispiel der Generation Enosch
Von Menschen und Affen
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