Kriminalitaet/Mea Shearim

Haredim (ultra – orthodoxe Juden) gegen den Gay Parade Killer Yishai Shlissel

B“H
Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass der Jerusalemer Gay Parade Killer Yishai Shlissel seltsam ausschaut. Er schaut nicht wie der typische Haredi (ultra – orthodoxer Jude) aus, sondern anders.
Wer sich mit der haredischen Gesellschaft auskennt, weiss sicher, was ich meine. Ansonsten kann ich es nicht in Worte fassen, denn das Gefühl ist beim besten Willen nicht zu beschreiben. Sagen wir so: Er sieht halt nicht dazugehörig aus, trotz seinem äußeren Erscheinungsbild.
Bisher las ich in der israelischen Presse nichts über Shlissels Herkunft. Kann sein, dass ich etwas verpasst habe, doch niemand beschreibt ihn näher. Ist er nun Mitglied des litvischen Movements oder Chassid ? Ich habe keine Ahnung !
Der bekannte ultra – orthodoxe Stadtteil Mea Shearim klebte jetzt die üblichen Pashkevilim (Nachrichtenposter) an sämtliche Stadtteilwände. Es wird bekanntgegeben, dass Shlissel ein Outlaw ist:
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/199108#.VcMw9q2qyl4
Bis vor ein paar Jahren demonstrierten Jerusalems Haredim ausgiebig gegen die Gay Parade, doch dann war Schluss. Man geschloß ganz einfach, die Gays zu ignorieren und gar nichts mehr zu unternehmen. Alle halten sich daran, doch der in den Medien als psychisch krank dargestellte Yishai Shlissel nicht. Mit seinem Handeln verpasste er allen Haredim wieder einmal einen schlechten Ruf.
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2 Kommentare zu “Haredim (ultra – orthodoxe Juden) gegen den Gay Parade Killer Yishai Shlissel

  1. Nein, liebe Miriam,
    da muss ich Dir widersprechen.
    „Mit seinem Handeln verpasste er allen Haredim wieder einmal einen schlechten Ruf.“
    Das ist nicht so. Das machen nur dumme Menschen, die den Einzelnen für das Ganze sehen.
    Ich nenne mal ein paar Irrtümmer die das belegen.
    Nur weil Einzelne aus einer Gruppe etwas machen, kann man daraus nicht ein stereotypes Gruppenverhalten ableiten.

    Nicht alle Schotten sind geizig.
    Nicht alle Polen stehlen.
    Nicht alle katholischen Geistlichen vergehen sich an Kindern.
    Nicht alle Juden schachern und betrügen.
    Nicht alle Moslems sind Terroriste.
    u.s.w, u.s.f.
    Diese Reihe kann beliebig erweitert werden.

    Es hilft aber auch nichts, wenn die betroffene Gruppe diesen Ausreißer, diese Ausnahme ausgrenzt.

    Beliebt ist das beim Islam: „Das ist Unislamisch.“ Das ist das beliebteste Beispiel. Aber es gibt noch andere.

    Die Israelis und die Juden haben das nicht nötig. Sie verfolgen Ihre Terroristen und bestrafen sie mit der gleichen Härte, mit der auch andere Straftäter, z.B. die Palis bestraft werden.
    Es ist deshalb nicht angebracht zu sagen, eigentlich sind das keine richtigen Juden bzw. Israelis.
    Nein, ich bin genauso katholisch wie der pädophile Priester. Es schmerzt mich, dass es in unseren Reihen sowas gibt. Aber ich werde nicht sagen, dass er nicht zu uns gehört.

    Auch die Haredims haben das nicht nötig.
    Sie sind traurig, erzürnt, betroffen und was weiß ich noch alles. Das sind sie zu Recht. Aber der Attentäter war das was er ist. Er hat sich und seine Gruppe diskriminiert, wenn Du so willst, sich aus der Gruppe entfernt. Die Gruppe wird sich von der Tat abgrenzen und klar machen, dass sie nicht ihrer Auffassung entspricht. Sie kann ihn auch, so das möglich ist ausschließen. Aber mehr geht nicht.

    Herzlich, Paul

    PS: Bitte den Unterschied zwischen „aus- bzw abgrenzen“ und „ausschließen“ beachten.

  2. B“H

    Na, da kennst Du aber die meist links ausgerichtete israelische Presse nicht. 🙂

    Wenn ein saekulerer Jude eine Straftat begeht, okay ! Sobald aber ein relig. Jude auch nur irgendetwas macht, schreien die israelischen Medien fast einstimmig gegen G – d, Judentum und ueberhaupt. Es ist geradezu in Mode gekommen, G – d abzuschaffen zu wollen, verbunden mit dem Drang, doch so sein zu wollen, wie alle anderen Voelker der Welt.

    Als Beispiel nenne ich hier nur unsere Medien, saemtliche Linksparteien von Lapid, Herzog, Livni, etc. Genauso wie die extreme Linke unter Avinery.

    In einem Artikel, den ich momentan verfasse, geht es genau um dieses Thema:

    Nicht Obama oder der Iran sind Israels schlimmste Feinde, sondern die Juden selbst.

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