Christliche Missionare/Kirche/Schabbatzeiten/Thora Parasha

Ein paar Gedanken zur Thoralesung (Parashat) VA’ETCHANAN

B“H
Der Thoraabschnitt (Parasha) an diesem Schabbat heisst VA’ETCHANAN und man findet ihn in Deuteronomy (Sefer Devarim) 3:23 – 7:11.
Es existieren mehrere Übersetzungsvarianten zum Wort „Va’etchanan“:
Pseudo – Jonathans Übersetzung lautet: „Ich suche Gnade“.
Beim Artscroll Verlag lesen wir: „Ich flehe zu Dir G – tt“ und Rabbi Samson Raphael Hirsch schreibt „Ich suche Gnade in Deinen (G – ttes) Augen“. Hierbei geht es um Moshe, der eindringlich zu G – tt betet, dass Dieser ihn vielleicht doch noch in das Land Israel gehen läßt.
In Jerusalem beginnt der Schabbat morgen Abend um 19.01 Uhr. Der Schabbat endet am Samstagabend um 20.16 Uhr. Rabbeinu Tam ist um 20.53 Uhr.
Dieser Schabbat ist SCHABBAT NACHAMU, der Schabbat nach dem Tisha be’Av.
Ich nenne an dieser Stelle drei kleine Auszüge aus Va’etchanan, die es wert sind, besonders hervorgehoben zu werden:
Devarim 4:2
„Du sollst nichts zu dem Wort, welches Ich dir auftrage, hinzufügen, noch sollst du etwas herausstreichen / löschen“.
Devarim 4:27 – 28
„G – tt wird euch unter die anderen Völkern verstreuen. Ihr werdet weniger zahlreich unter den anderen Völkern sein und G – tt wird Euch führen. Dort (bei den anderen Völkern) werdet ihr Göttern dienen, welche von Menschenhand gemacht wurden, aus Holz und Stein, die nicht sehen, und nicht hören, und nicht essen, und nicht riechen“.
Devarim 4:31
„Weil euer G – tt ein gnädiger G – tt ist, der euch (die Juden) weder verlassen noch zerstören wird, und Er (G – tt) wird den Bund und dem Schwur mit euren Vorvätern nicht vergessen“.
Meine Übersetzung ist nicht besonders gelungen und meiner Meinung nach hören sich die Worte der Thora im Englischen eh besser an als im Deutschen. Aber egal ! Was ich mich frage ist, wie Juden sowohl als auch Nichtjuden diese Worte in Va’etchanen missverstehen können. Wobei ich an dieser Stelle gezielt auf das Reformjudentum anspiele, denn im dortigen Movement wurde die Thora nach Belieben verändert. Vieles wurde einfach gelöscht, denn das war halt nicht mehr modern genug. Dabei ist G – tt unendlich und so ist es auch mit der Thora, die da bis in alle Ewigkeiten Gültigkeit besitzt. Wie kann sich da jemand anmaßen zu sagen, G – tt sei halt nicht mehr modern genug und wir pfeiffen auf die Thora ? A la: „Wir machenes so, wie es uns bequem erscheint“.
Der mittelalterliche Talmud – und Thorakommentator Raschi kommentiert, dass Diasporajuden fremden Völkern, welche Götter aus Holz und Stein anbeten, dienen werden. Andere Kommentatoren sehen im Holz das Christentum (siehe Kreuz) und im Stein den Islam (siehe Mekka).
Was ich nicht begreife ist, wie Kirche und christliche Missionare den Bund zwischen G – tt und den jüdischen Vorvätern ignorieren und sich stattdessen fälschlicherweise in einen Bund hineinlügen. So als ob das Christentum schon immer existierte und diesen Bund eingegangen ist. Wer dagegen die Thora lernt, wird schnell eines Besseren belehrt.
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