Buecher/Judentum/Kirche/Rabbi Joseph Dov Soloveitchik

Rabbi Joseph B. Soloveitchik zum Dialog zwischen Juden und anderen Religionen

B“H
Rabbi Reuven Ziegler schrieb ein äußerst lesenswertes Buch mit dem Titel „Majesty and Humility – The Thought of Rabbi Joseph B. Soloveitchik„. Dieses Buch diente mir als Vorlage für diesen Artikel !
Bis vor wenigen Jahren beschäftigte ich mich überhaupt nicht mit Rabbi Joseph B. Soloveitchik, sondern eher mit einem ganz anderen Zweig der Soloveitchik – Familie: Dem berühmten Rabbi Chaim und dem Brisker Movement. Durch Freunde erfuhr ich mehr über Rabbi Joseph B. und mittlerweile beschäftige ich mich der gesamten Soloveitchik Family. Inklusive dem Vorfahren und Schüler des Vilna Gaon: Rabbi Chaim von Volozhin.
Rabbi Joseph B. Soloveitchik erfreut sich bis heute hoher Popularität. Insbesondere bei orthodoxen Juden aus den USA. Wobei es Leute gibt, die behaupten, Rabbi Joseph B. sei eher für das Modern Orthodox Movement. Hierbei kommt es jedoch darauf an, „wie modern“. Die „modern, modern, modern“ orthodoxen Juden betrachten den Rabbiner vermutlich noch als „viel zu fromm“ und folgen lieber einem Hippie wie Shlomo Carlebach. 🙂
Torah, Mitzwot, Halacha … Diese „Dinge“ sind extrem wichtig im Leben eines Juden. Mir persönlich ist es dabei auch wichtig, das Hirn einzuschalten und hier bietet gerade Rabbi Joseph B. viel Gedankenfutter.
Manche Leute sehen im Rav (Rabbiner – Der Kurzname des Rabbi Soloveichtik) einen liberalen und modernen Rabbiner. Vielleicht war er das auch, trotzdem gab es in bestimmten Angelegenheiten keinerlei Diskussion. Rabbi Reuven Ziegler schreibt in seinem Buch, dass Rabbi Soloveitchik vehement jegliche Änderungen des Gebetsverlauf in der Synagoge ablehnte. Die Mechitzah (Trennung zwischen Männlein und Weiblein) stand niemals zur Debatte.
Bezüglich der „Ökumene – dem Dialog mit anderen Religionen“ vertrat Rabbi Soloveitchik die Ansicht, dass dies erforderlich sei. Allerdings nur zu spezifischen Zwecken wie der Hilfe von Bedürftigen, der Ausbreitung von Krankheiten und Seuchen oder der Aufrechterhaltung der Menschenrechte. In Bezug auf Glaubensdiskussionen zwischen Juden und Christen, etc. nahm der Rav eine eindeutig ablehnende Haltung ein. „Eine derartige Diskussion sei zwecklos !“ und „Von gemeinsamen G – ttesdiensten sei abzuraten !“
Wahre Toleranz zeigt sich nicht in einer „Gleichschaltung“, sondern in der Gelegenheit, jeder Religion die Freiheit zu gestatten, ihre Sichtweise auf die Welt auszuleben. Verstehen und Respekt dem anderen gegenüber seien wichtig.
Vielleicht sollten sich Christen mit Missionsabsichten bezüglich Juden diese Worte einmal zu Gemüte führen !
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