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Frauen im Chassidismus: „Aidel Rokeach von Brody“

B“H
Die israelische Historikerin und Buchautorin Rachel Elior erwähnt in ihrem Buch DYBBUKS AND JEWISH WOMEN (page 112) die Tochter des einstigen Belzer Rebben Shalom Rokeach (1783 – 1855). Es handelt sich hierbei um Aidel Rokeach, die sich so gar nicht in die traditionelle chassidische Frauenrolle integrieren wollte. In ihrem Wohnort Brody galt sie als gerechte Frau und forderte sogar ihren Bruder und späteren Belzer Rebben, Yehoshua Rokeach, heraus. Er hielt dagegen und betitelte sie als geisteskrank und von einem Dybbuk befallen. Es heisst sogar, er habe an ihr eine Teufelsaustreibung durchgeführt.
Auch der israelische Historiker David Assaf berichtet in seinem Buch CAUGHT IN THE THICKET – Chapters of Crisis and Discontent in the history of Hasidism von Aidel. Das nur in hebräischer Sprache erhältliche Buch enthält im ersten Kapitel ausführliche Details über den jüngsten Sohn des Chabad – Gründer, Rebbe Schneur Zalman von Liadi. Sohn Moshe soll psychisch krank gewesen sein und ist im späteren Verlauf seines Lebens zum Christentum übergetreten. Zu diesem Thema habe ich schon in der Vergangenheit berichtet:
https://hamantaschen.wordpress.com/2013/11/03/untold-tales-of-the-chassidim-von-david-assaf-und-der-sohn-des-schneur-zalman-von-liadi/
David Assaf schreibt über Aidel Rokeach, die nicht unbedingt konform mit ihrer chassidischen Herkunft ging. Genauso wie einige weitere Rebbe – Kinder oder Kinder anderweitiger berühmter orthodoxer Rabbiner wie der Sohn von Rabbi Israel Salanter. Lipman Lipkin studierte an den Universitäten von Königsberg und Berlin und machte sein Doktorat in Jena und St. Petersburg. Er schloss sich offenbar dem Haskalah Movement an, blieb jedoch dem Judentum tiefer verbunden als andere Reformer.
Rebbe Shalom von Belz sagte einmal über seine geliebte Tochter Aidel: „Alles, was ihr fehlt, ist ein Streimel !“ Aidel wohnte in Brody und lehrte Thora. Viele Juden kamen, um sie zu sehen und sie um Rat zu fragen. Unterdessen kritisierte sie ihren Bruden Yehoshua Rokeach.
Meiner Meinung nach war Rebbe Yehoshua Rokeach etwas neidisch auf seine berühmte Schwester und , wer weiss, vielleicht auch auf ihren Intellekt. Und dann verbreitete er Gerüchte wie, von „wegen geisteskrank und so“.
Nach dem Tod des großen Satmarer Rebben Yoel Teitelbaum im Sommer 1979 übernahm dessen Witwe Feiga kurzzeitig das Zepter bei den Satmarer Chassidim. Solange, bis es zu einem kleinen Eklat kam und der Neffe Moshe Teitelbaum der neue Satmarer Rebbe wurde. Dennoch verfügte Feiga Teitelbaum bis zu ihrem Tod über einen Haufen Macht innerhalb der Gruppe.
Aidel liess sich vielleicht kleinkriegen, Feiga Teitelbaum dagegen nicht. Ich kenne eine Rebbitzen in Mea Shearim, der ich das Charisma von Feiga Teitelbaum zutraue. Um wen es sich handelt, tue ich aber nicht öffentlich kund, sonst komme ich auf die schwarze Liste. 🙂
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