Braeuche/Engel/Schavuot

Akdamut

B“H
AKDAMUT wird in aschkenazischen Synagogen am ersten Tag von Schavuot gelesen. Hierbei handelt es sich um ein Gedicht in ziemlich kompliziertem Aramäisch. Geschrieben im 11. Jahrhundert von Rabbi Me’ir ben Yitzchak. Der Hintergrund, warum Rabbi Me’ir dieses Gedicht, welches da G – tt preist, verfasste, liegt in der Anschuldigung eines christlichen Priesters, die Juden seien mal wieder das Übel. Der Priester verlangte eine Diskussion mit den Juden, um so aller Welt zu beweisen, dass nur das Christentum die einzig wahre Religion sei. Ein Jude wurde entsandt, um das Judentum bei dieser Diskussion zu repräsentieren und Rabbi Me’ir komponierte eigens hierzu Akdamut. Am Ende siegte das Judentum und der Priester musste von dannen ziehen.
Akdamut besteht aus insgesamt 90 Versen. Es heisst, dass Rabbi Me’ir ben Yitzchak das Gedicht deswegen in aramäischer Sprache verfasste, damit die Engel nichts verstehen und nicht neidisch werden. Wie im Talmud aufgeführt, sind die Engel der aramäischen Sprache nicht mächtig und demnach können die Juden G – tt anhand des Akdamut lobpreisen, ohne dass die Engel etwas verstehen und etwa neidisch werden, dass sie selber vielleicht keine so tollen Lobpreisungen zur Hand haben.
Die Verse des Akdamut wurden in alphabetischer Reihenfolge verfasst. Jeder Vers endet mit dem Wort T A. Das Tav und das Aleph sind jeweils der letzte sowie der erste Buchstabe des hebräischen Alphabets. „Von Aleph bis Tav“ steht metaphorisch für etwas Allumfassendes wie, zum Beispiel, die Thora. Das Thorastudium ist endlos und sobald jemand die Thora beendet, beginnt er sofort wieder von vorn.
Links:
Die ersten Verse von Akdamut
Der Ursprung des Akdamut
Zum Brauch von Akdamut
Mehr zum anstehenden Schavuot
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