Braeuche/Essen

SCHAVUOT kommt !

B“H
An diesem Schabbat, Samstagmorgen, beginnen wir in den Synagogen mit der Thoralesung aus dem Buch BaMidbar (Numeri). In jedem jüdischen Kalenderjahr wird an jedem Schabbat ein bestimmter Thoraabschnitt gelesen. Dies geschieht in einer festgelegten Reihenfolge.
Gleich mit dem Schabbatausklang am Samstagabend beginnt der hohe jüdische Feiertag SCHAVUOT (übersetzt: WOCHEN). Genau 50 Tage nach Pessach und nach 49 Tagen der Omer – Zählung. G – tt gab den Juden am Berg Sinai die Thora und bis heute sind wir verpflichtet, sie einzuhalten. Alle anderen Völker sind lediglich an die Sieben Noachidischen Gesetze gebunden.
Auf SCHAVUOT werde ich dieser Tage etwas intensiver eingehen und bereits im der Vergangenheit berichtete ich über verschiedene Inhalte aus dem BUCH RUTH (Megillath Ruth), welches an Schavuot in den Synagogen gelesen wird. Siehe entsprechende Links am Textende !
An Schavuot selbst ist es Tradition, Milchspeisen zu sich zu nehmen. Deswegen sind die Medien dieser Tage voller leckerer Käsekuchen und sonstiger Rezepte. Wenn es zum Thema koschere Rezepte kommt, empfehle ich normalerweise immer Tori, die da eine der besten Sites führt. Oder man suche koschere Rezepte auf Youtube !

 

20120524_162046
Photo: Miriam Woelke
Cream Cheese aus Zfat / Nordisrael

 

Joghurt, Milch, Käse – oder Joghurtkuchen, Lasagne und vieles mehr … Alles findet vor dem Feiertag reissenden Absatz und ich werde mich hoffentlich auch zum Joghurtkuchenbacken aufraffen.
Schavuot selbst beginnt am Samstagabend, 22. Mai 2015, um 18.58 Uhr. Enden tut der Feiertag in Israel am Abend darauf:  Sonntag um 20.15 Uhr. In der Diaspora endet der Feiertag erst am Montagabend !
Am Abend von Schavuot (Samstagabend) wird erst gut gegessen und danach die gesamte Nacht durchgelernt (Leil Tikun Schavuot). In Israel allein werden unzählige Programme angeboten. Mit lehrreichen Vorträgen und hierbei besonders zum Thema SCHAVUOT und alles, was damit verbunden ist. Selbst säkulere Israelis nehmen eifrig am Leil Tikun Schavuot teil und in Jerusalem sind die Vorträge rappelvoll. So überfüllt, dass der Vortrag von Avivah Gottlieb – Zornberg im Jerusalemer Beit Avichai fast aus allen Nähten platzte und Avivah kaum mehr in den Raum hineinkam.
In Jerusalem laufen die meisten Vorträge von 23.00 Uhr bis 4.00 Uhr morgens. Danach macht man sich zur Klagemauer (Kotel) auf, um das Morgengebet Schacharit zu beten. Hoffentlich halte ich in diesem Jahr durch. Bis 4.00 Uhr schon, aber in den letzten Jahren machte ich mich zu der Zeit direkt auf den Heimweg, anstatt zur Kotel.
Zum Schacharit ist es auf dem Kotel Plaza gerammelt voll. Nichtjüdische Touristen meinen immer, alle Juden würden nun gemeinsam eine Art G – ttesdienst beginnen, doch dem ist nicht so. Jede Minyan (10 jüdische Männer) beginnt je nach Belieben und wer als Frau dem Gebet der Minyan (den Männer) folgen will, stellt sich in einiger Entfernung auf. Viele beten nur für sich, doch eine Minyan ist stets von Vorteil, denn spezielle Gebet können nur mit einer bestehenden Minyan vollständig gebetet werden. Kurz gesagt, jedes Grüppchen macht sein eigenes Ding, aber trotzdem ist die Atmosphäre einfach grandios.
Links:
Talmud Schabbat 88 zum Berg Sinai, Teil 1
Talmud Schabbat 88 zum Berg Sinai, Teil 2
Die kabbalistische Midrasch Seder HaDorot zu Ruth, Boaz und Ivtzan
Talmud Bava Batra 91: Boaz oder Ivtzan
Schavuot, Ruth und Konvertiten zum Judentum
VAYIHI in der Megillath Esther
Die schwarzen und die weissen Buchstaben in der Thora
Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s