Baal Teschuva (Neureligioese)/Off - the - Derech/Rabbi Adin Steinsaltz/Teschuva (Umkehr zu G - tt)

Zum jüdisch – neureligiösen Leben

B“H
Wenn ich vor mehr als einem Jahrzehnt dieses Buch von Rabbi Adin Steinsaltz gelesen hätte, wer weiss, vielleicht wäre vieles in meinem Teschuva (relig. werden) Leben anders verlaufen. Der Autor hebt in seiner Einführung hervor, dass sein Buch keine Juden zur Teschuva bekehren soll, sondern dass es für jene Juden gedacht ist, die sich bereits mit dem Gedanken befassen, vielleicht ihr Leben in eine relig. Richtung zu lenken.
Teschuva ist der hebräische Begriff für die Umkehr zu G – tt. Die grammatikalische Wurzel des Wortes liegt im Wort LASCHUV = UMKEHREN. Ein Ba’al Teschuva ist ein Jude, der sich vom säkulerem Judentum dem relig. Judentum zuwandte. Dem orthodoxen Judentum, was jedoch nicht zwangsläufig heissen muss, dass er ab sofort total auf orthodox und wer weiss was macht. Die Orthodoxie kennt viele unterschiedliche Ausrichtungen und gehen wir an dieser Stelle einmal davon aus, dass sich derjenige entschliesst, den Schabbat zu halten und koscher zu essen. Hinzu kommt, dass ein säkulerer Jude erst einmal lernen muss, wie was gemacht wird und somit zu regelmässig stattfindenden Vorträgen (Schiurim) geht. Hier lernt er, was am Schabbat erlaubt ist und wie was gemacht werden muss. Die Koschergesetze (Kaschrut) sind etwas einfacher zu erlernen. Zumindest dann, wenn man in Israel, London, Manchester oder New York lebt. In Deutschland ist das schon wieder eine andere Sache, die sich komplizierter erweist.
Ab und an werde ich auf Punkte aus dem Buch des Rabbi Steinsaltz eingehen, denn ich halte sie für interessant und vollkommen realistisch. Ein Ba’al Teschuva (Neureligiöser) findet sich nun einmal mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert und sein „neues“ Leben ist alles andere als einfach und nur Lalala.
Ein Punkt, den Rabbi Steinsaltz in seinem Teschuva Buch auflistet:
Die Umgebung des Ba’al Teschuva. Er selbst genauso wie seine unmittelbare Umgebung muss sich zuerst an die neue Situation gewöhnen. Insbesondere dann, wenn die Eltern daheim keine koschere Küche haben.
Darüber hinaus versuchen einige Mitmenschen, die Absichten des Ba’al Teschuva madig zu machen. „Ja, das wird ja sowieso nichts !“ oder „Ja, 100%ig religiös bist Du ja eh nicht !“
Kurz gesagt, dämliche Anspielungen. Nicht selten von der nichtjüdischen Umgebung, die da absolut keine Ahnung hat, was genau in einem jüdischen Ba’al Teschuva vorgeht. Ich kann nur jedem Ba’al Teschuva den Rat geben, nichtjüdische Teschuva – Ratschläge zu ignorieren.
Soll man dann jüdische Ba’al Teschuva Ratschläge unbedingt annehmen ? Kommt drauf an vom wem diese stammen. Manche Mitmenschen machen sich lustig und verbreiten ihre Häme, andere wiederum erweisen einem neurelig. Juden hohen Respekt und sagen sogar: „Du tust das, was wir alle tun sollten !“
Wichtig ist, dass der Ba’al Teschuva mit sich im Reinen ist und sein Ding durchzieht. Ein dementsprechender Kurs mit Gleichgesinnten vereinfacht ihm dumme Sprüche anderer Leute zu ignorieren und sich auf sein Vorhaben zu konzentrieren. Zwar ist das nicht immer einfach und mit der direkten jüdischen Umgebung, sprich den Eltern, sollten Kompromisse gefunden werden. Ich kenne Leute, die haben sich während ihres Teschuva – Prozesses total von ihren säkuleren Eltern losgesagt und ich halte das für keine gute Idee.
Der Teschuva – Prozess ist ein langwieriger und steiniger Weg. So mancher ignoranter Mitmensch kapiert diese Tatsache nicht und meint: „Ja, Du hast Teschuva gemacht und jetzt biste ja super religiös und perfekt !“
Allein das gibt es gar nicht und wir alle sind nur Menschen mit positiven und negativen Eigenschaften. Es gibt viele Ups und Downs und Krisen, dass weiss ich alles nur zu gut. Was wir jedoch nicht vergessen dürfen: Selbst super fromme Juden machen jeden Tag Teschuva, denn niemand ist perfekt und das verlangt G – tt auch von keinem Menschen.
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