Kabbalah/Namen G - ttes/Rabbi Moshe Chaim Luzzatto/Talmud/Turm von Bavel (Nimrod)

Zu den Namen G – ttes

B“H
Das Buch DERECH HASHEM – THE WAY OF G – D des berühmten Rabbi Moshe Chaim Luzzatto (der RAMCHAL) gehört zum Standardwerk einer jeden Yeshiva (relig. Lehrinstitut). In dem Buch geht es um jüdische Glaubensgrundsätze, die der Ramchal in wunderbarer Weise aufführt.
Wie viele Jahrhunderte zuvor der Rambam (Maimonides) zusammenfasste, kommt jegliche Existenz von G – tt. Auch Rabbi Moshe Chaim Luzzatto geht auf diesen fundamentalen jüdischen Grundsatz ein. G – tt ist nicht durch die Naturgesetze eingeschränkt, denn auch diese stammen von Ihm und somit steht Er über ihnen.
In THE WAY OF G – tt 3:2:5 heisst es, dass G – d bei einem Namen genannt werden will. Tatsächlich hat G – tt viele Namen, die anhand von hebräische Buchstaben ausgedrückt werden, welche wir jedoch nicht aussprechen, sondern lediglich in abgeänderter Form in den Mund nehmen. Bis zur Zweiten Tempelperiode war das anders, denn innerhalb des Tempels war es erlaubt, die Namen G – ttes auszusprechen. Nicht nur wegen des Tempels, sondern weil man damals die genaue Aussprache der Namen kannte. Mit der Tempelzerstörung durch die Römer ging allmählich das Wissen um die richtige Aussprache verloren. Wer heutzutage den höchsten Namen G – ttes, wie die christliche Sekte die Zeugen Sowieso, aktiv benutzt, gilt als G – tteslästerer, denn man missbraucht die Namen G – ttes.
Im Talmudtraktat SOFRIM 36b – 37 wird gelehrt, dass diverse ausgeschriebene Namen G – ttes nicht einfach ausradiert werden dürfen. Dasselbe gilt in dem Fall, wenn man ein Blatt Papier oder eine jüdisch – relig. Schrift entsorgen will. Sobald ein Name G – ttes darauf vorhanden ist, muss das Papier besonders entsorgt werden. Diese Regelung gilt jedoch nicht für christliche Schriften, denn hier hat ein Jude die Pflicht, derlei Schriften zu vernichten. Dies gilt insbesondere für öffentlich ausgelegte christliche Missionsschriften, die wir des Öfteren in unseren Briefkästen oder andernorts vorfinden.
Doch nicht nur die Aussprache der Namen G – ttes ist entweder auf das Gebet beschränkt oder lediglich in angewandelter Weise erlaubt. Insbesondere die kabbalistische Literatur lehrt, dass in der Vergangenheit G – ttes Namen aktiv benutzt und somit missbraucht worden sind. Nehmen wir die Leute um Nimrod, die den Turm von Babylon bauten, als Beispiel. Zur damaligen Zeit war bekannt, in welcher Form G – ttes Namen genutzt werden können, um Naturgesetze zu ändern und selbst die Engel so durcheinanderzubringen, dass sie nicht mehr wussten, wem genau sie nun gehorchen sollten. Besonders ausgeführt wird dieses Thema im kabbalistischen Buch BRIT MENUCHA.
Man sollte also davon Abstand nehmen, G – ttes Namen aktiv zu benutzen und auszusprechen. Nicht nur, weil es verboten ist, sondern weil einem das ziemlich viel Ärger mit G – tt selbst einbringen kann. Egal wie, man ist dabei immer auf der Verliererseite !
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6 Kommentare zu “Zu den Namen G – ttes

  1. Hallo Miriam
    Du schreibst das in dem Buch THE WAY OF GOD 3:2:5 Gott bei einem Namen genannt werden will. 
    Könntest du bitte etwas genaueres darüber schreiben?

    LG
    Levent

  2. B“H

    Der genaue Wortlaut in THE WAY OF G – D (Derech Hashem) 3:2:5 lautet:

    „G – d also desired to be called by a Name. Through this Name, His handiwork could be aware of Him and call Him, and also bring themselves close to Him by uttering it.

    For His Glory, G – d specified the Unique Name (Yud Heh Vav Heh), regarding which He said (Shemot / Exodus 3:15), „This is My Name forever“. This is G -d’s Name with respect to the Glory itself, to the extent that He desires to have a Name.

    G – d makes use of other Influences, however, and with respect to each of them, He also has various Names.

    Der Text geht noch weiter, aber eines sollte bereits klar sein: G – d will, dass wir Seinen Namen kennen. Dass wir unsere Gebete an Ihn richten. Wobei Juden nicht den Namen Yud Heh Vav Heh aussprechen. Dies geschah nur zu Zeiten, in denen der Erste und der Zweite Tempel stand und man genau wusste, wie dieser Name auszusprechen ist. Heutzutage ersetzen wir den Namen mit A – do – na – i.

  3. B“H

    Der Name YUD HEH VAV HEH ist kein hebraeisches Wort, sondern einer der Namen G – ttes. Wir Juden geben zu, wenn wir etwas nicht wissen und die genaue Aussprache ist mit der Zerstoerung des Zweiten Tempels verloren gegangen. Ferner geben wir uns nicht mit Halbwahrheiten bzw. eigenstaendigen Interpretationen zufrieden, sondern warten auf Meschiach, der uns die richtige Aussprache lehren wird.

    Darueber hinaus ignorieren wir diesen Namen nicht, sondern ersetzen ihn im Gebet. Ein richtige Vorgehensweise anstatt sich anzumassen, alles besserzuwissen.

  4. (2 Mose 3:15) Dann sprach Gott nochmals zu Moses: „Dies sollst du zu den Söhnen Israels sagen:  יהוה (JHWH), der Gott eurer Vorväter, der Gott Abrahams, der Gott Ịsa·aks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt.‘ Dies ist mein Name auf unabsehbare Zeit,* und dies ist mein Gedenk[name]* für Generation um Generation.

    Gedenk(name) für Generation um Generation!
    Dieser Name wurde von IHM selbst ausgewählt damit er bis zu allen Generationen, für immer und ewig“ erinnert und verherrlicht werde.
    (Psalm 83:16-18)
    16 Fülle ihr Angesicht mit Unehre, daß man* deinen Namen suche, o יהוה.
    17 O mögen sie für alle Zeiten beschämt und bestürzt sein,
    Und mögen sie mit Scham bedeckt werden und umkommen,
    18 Damit man erkenne, daß du, dessen Name יהוה ist,
    Du allein, der Höchste bist über die ganze Erde.

    Wie würdest du dich denn fühlen wenn man deinen Namen einfach ersetzen würde?
    Und vor allem wenn man es gegen deinen Willen tun würde?
    Hashem will nicht das der Name verloren geht und das er krampfhaft ersetzt wird genauso wie er sicherlich nicht möchte das wir es uns anmaßen zu behaupten es ganz genau zu wissen.
    Ich (oder wir) habe-n niemals behauptet das wir Besserwisser sind und das man mit 100 prozentiger Sicherheit sagen kann wie der Name ausgesprochen wird.

    Alle wahren Anbeter Gottes haben Eifer für seinen Dienst bekundet und haben für seinen Namen geeifert. Der Prophet Elia, der Machttaten vollbrachte und dadurch viele Israeliten von der falschen Anbetung zur Anbetung JHWH’s zurückführte, sagte: „Ich habe für יהוה, den Gott der Heerscharen, sehr geeifert“ (1Kö 19:10, 14). 

    LG

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