Buecher/Chabad (Lubawitsch)/Messianismus

Chabad Messianismus ist immer nur Chabad

B“H
Der Autor Elliot R. Wolfson schreibt in seinem Buch „Open Secret“ über „Postmessianic Messianism and the Mystical Revision of Menachem Mendel Schneerson“. Ich habe das Buch noch nicht zuende gelesen, denn bei mir läuft parallel die Biographie des Chabad – Gründers Rabbi Schneur Zalman von Liadi verfasst von Immanuel Etkes. Nichtsdestotrotz, dass Werk des Elliot Wolfson ist eines jener Bücher, die man mehrere Male lesen muss, um sie zu verstehen. Der Autor geht hier sehr intensiv auf unterschiedliche Chabad Ideologien ein, die da nicht einfach zu verinnerlichen sind.
Elliot Wolfson listet, u.a., eine Menge an Quellen aus dem kabbalistischen Zohar sowie sämtlicher einschlägiger Chabad – Literatur auf. In der Vergangenheit lernte ich ein paar Jahre regelmäßig in Chabad. Noch heute gehe ich ab und zu in Chabad Synagogen, obwohl ich letzten Endes litvische Riten vorziehe. Nichtsdestotrotz, Chabad ist stets eine willkommene Abwechslung. 🙂
Was ich überwiegend in Chabad lernte sind eine Menge chassidischer Inhalte sowie, wie könnte es anders sein, das Buch TANYA. Elliot Wolfson widmet sich dagegen eher den messianischen Ideen des letzten Rebben Menachem Schneerson. Allerdings geht es dabei nicht darum, den siebten und letzten Rebben als Meschiach zu sehen, sondern Wolfson befasst sich allgemein mit dem Hintergrund der messianischen Ideologie von Chabad.
Der Messianismus, in welcher Form auch immer, ist grundsätzlich nichts Neues in Chabad. Bereits Rebbe Menachem Mendels Vorgänger und Schwiegervater, Rebbe Yosef Yitzchak Schneersohn, genauso wie dessen Vater, der fünfte Lubawitscher Rebbe, setzten sich mit dem Thema auseinander, entwickelten Ideen, welche auch auf dem Zohar basieren. Man darf auf keinen Fall behaupten, der Messianismus in Chabad existiere erst seit dem letzten Rebben !
Zu ein paar dieser Ideologien nehme ich in späteren Artikeln Stellung, doch mit einem Statement kann ich mich schon jetzt nicht zurückhalten: Es stört mich immer wieder neu, dass Chabad sich fast immer nur auf Chabad beruft. Ich glaube, es war der letzte Rebbe, der da Avraham, Yitzchak, Yaakov, Levi, Kehat, Amram und Moshe mit den insgesamt sieben Chabad Rebben verglich.
Es ist gewiss nicht neu, dass Chabad immer nur Chabad ist und lehrt. Andere chassidische Gruppierungen scheinen kaum oder gar nicht zu existieren. Wer zu Chabad geht, kriegt Chabad, den Rambam, Rabbi Yitzchak Luria, den Baal Shem Tov sowie den Maggid von Mezritch und mehr nicht. Trotzdem finde ich es seltsam, wenn dies auch für die messianische Zeitl zu gelten scheint. Alles spielt sich nur in Chabad ab und nirgendwo anders. Andererseits muss ich zugeben dass es sich bei Chabad (laut eigenem Statement) um die intellektuellste chassidische Gruppe handelt. Nicht in Bezug auf den Messianismus, sondern im Hinblick auf chassidische sowohl als auch kabbalistische Inhalte allgemein.
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