Chabad (Lubawitsch)/Chanukkah/Deutschland/Rabbinerskandale

Soll Chabad auf die gigantische Menorah am Brandenburger Tor stolz sein ?

B“H
Esser Agaroth bringt einen interessanten Artikel zur Chanukkah – Menorah von Chabad Lubawitsch am Brandenburger Tor:
http://esseragaroth.blogspot.co.il/2014/12/germanys-giant-menorah-something-to-be.html?m=1
Ich muss sagen, dass ich mit Esser Agaroth mehr als übereinstimme, will jedoch noch ein paar Dinge hinzufügen:
Zuerst einmal wachsen die jüdischen Gemeinden in Deutschland durch die hohe Anzahl von Leuten aus den GUS – Staaten. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob all die nach Deutschland kommenden Russen tatsächlich Juden sind. Israel hat seit Jahrzehnten das Problem, dass lediglich 25 % der eingewanderten Russen wirklich Juden im Sinne der Halacha sind. Deutsche Gemeinden sehen sich nicht selten mit demselben Problem konfrontiert.
Ein zweiter Grund, warum die Anzahl der Juden steigt sind offenbar jene Konvertiten zum Judentum, die sich dem Reform Movement anschliessen. Man will, aus welchem Grund auch immer, Jude sein. Aber wenn schon, dann bittschön easy und light. Nicht selten spielen hierbei Komplexe bezüglich des Holocaust eine Rolle. Ein Reformrabbiner beschwerte sich in einem Interview sogar einmal über die Einstellung zahlreicher Konversiosnwilliger. Es gehe nicht um die Religion, sondern um eine Freisprechung der Schuld.
Leider muss ich meiner Erfahrung nach sagen, dass viele orthodoxe Rabbiner, die in Deutschland tätig sind, Vorträge in christlichen Gemeinde halten. Manchmal sogar mehr als in ihrer eigenen jüdischen Gemeinde. Hierbei geht es weniger um Geld, sondern man ist der Meinung, die guten Beziehungen zu christlichen Gemeinden aufrechterhalten zu müssen. Und da wird schon mal ein Vortrag gehalten wie „Der jüdische J.“
Es kommt vor, dass auch Chabad Rabbiner beteiligt sind, wenn es sich um öffentliche Events handelt. Dann stehen sie zusammen mit dem lokalen orthodoxen Rabbiner bei Pfarrern und halten ihre Reden. In keinem anderen Land ist mir dies je begegnet und es kann sein, dass dies nur ein deutsches Phänomen ist. Aus Israel kenne ich Chabad ganz anders und ich bin mir sicher, dass jeder ernsthafte Chabad Rabbiner das Verhalten dieser Abgesandter (Schlichim) und deren Schmuserei mit christlichen Gemeinde ablehnt bzw. verurteilt.
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2 Kommentare zu “Soll Chabad auf die gigantische Menorah am Brandenburger Tor stolz sein ?

  1. Sehr geehrte Frau Woelke, ich lese schon länger Ihren Blog und finde das was Sie schreiben und wie Sie es machen sehr interessant! Darf ich Sie fragen, in welchen Städten / Stadt Sie Chabad Schlichim in einer Kirche erlebt haben? Mit besten Grüßen aus dem Westen Deutschlands und shavua tov !

  2. B“H

    Nicht in einer Kirche, aber bei Events, bei denen auch Pfarrer anwesend waren. Insbesondere meine ich hier Chabad im Sueddeutschen Raum in BW. Ich bin mir sicher, dass der Chabad Rabbiner von Frankfurt / Main sich nicht auf solche Sachen einlassen wuerde. Insgesamt kommt mir Chabad in Deutschland zu angepasst vor. In Israel erleben wir die Gruppe ganz anders.

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