Baal Shem Tov/Gebete/Talmud

Du bist nicht interessiert, dann ist vielleicht G – tt auch nicht interessiert

B“H
Es kann sein, dass ich zu diesem Thema bereits einen Artikel verfasst habe. Mit Bestimmtheit sagen, kann ich das jedoch nicht mehr und falls ja, dann gibt es eben etwas doppelt. 🙂
Nichtsdestotrotz, die Situation, die ich jetzt beschreibe, kommt recht häufig vor und deswegen ist es gar nicht so schlecht, das Thema immer mal wieder einzuwerfen.
Sagen wir, ein Jude ist zum Schabbat eingeladen oder hat selbst Gäste eingeladen. Bei solchen Gelegenheiten wird fast immer über den jeweiligen Thoraabschnitt (Parasha) gesprochen. Einer oder mehrere Gäste geben während des Schabbatessen das eine oder andere Teaching zur Parasha. Etwas, was sie gelesen oder gehört haben und dann wird diskutiert oder auch nicht. Ein Teaching jedoch gibt es bei mir immer, wenn ich Gäste einlade.
Es passiert häufig, dass bei solchen Gelegenheiten Yeshiva (relig. Lehrinstitute) Studenten anwesend sind. Manche lernen schon länger und andere haben erst vor kurzem begonnen. Neulinge sind immer besonders enthusiastisch und freuen sich total, wenn die etwas zur Thoralesung sagen können, was sie im Verlauf der Woche gelernt haben.
Jemand gibt ein Teaching am Schabbattisch und der ein oder andere Gast sagt sich: „Ah, das Teaching kenne ich schon und da brauche ich jetzt nicht zuhören. Wozu alles doppelt und dreifach hören ? Das ist ja langweilig !“
Was derjenige dann tut ist entweder mit seinem Tischnachbarn zu reden oder halt einfach nicht zuzuhören. Solch ein Verhalten aber kann Folgen haben, wie uns der Talmud lehrt:
Ein Jude, der gelangweilt weghört, wenn jemand ein Thora Teaching gibt, könnte sich in einer Situation wiederfinden, wo G – tt weghört, wenn besagter Jude betet.
G – tt sagt dann: „Okay, Du hörst nicht zu, wenn jemand Thora lehrt. Du bist gelangweilt, weil Du das Teaching schon kennst und meinst, da braucht man nicht mehr hinhören. Wenn Du dann später betest, denke ich mir dasselbe: Ah, das habe Ich schon öfters gehört und da brauche Ich nicht mehr hinhören. Da bin Ich dann gelangweilt !“
Der Baal Shem Tov lehrt, dass jeder Mensch von jedem anderen Menschen etwas lernen kann. Der Talmud lehrt uns an dieser Stelle, dass wir niemals jemanden ignorieren sollen, der Thora lehrt. Aus dem Grund heraus, weil wir meinen, dass wissen wir eh bereits. Genau dann kann G – tt auch sagen, Er hat desjenigen Gebete schon so oft gehört und ist gelangweilt.
Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s