Hebron/Kabbalah/Shem MiShmuel/Welt

Wo die oberen Welten auf unsere untere Welt stoßen

B“H
Am letzten Schabbat lasen wir in den Synagogen die Thoralesung (Parasha) CHAYEI SARAH. Die Parasha lehrt uns, u.a., wie Avraham die gesamte Ma’arat HaMachpelah Höhle sowie den dazugehörigen Grund und Boden dem Hittiter Ephron abkaufte.
Wie ich bereits einige Male erwähnte, gibt es unsere materielle Welt und darüber hinaus weitere spirituelle Welten, die materiell nicht existent sind, sondern, wie gesagt, nur auf spiritueller Ebene bestehen. Wir können also nicht unser Köfferchen packen und von unserer materiellen Welt Asiyah in die drei oberen sprituellen Welten Yetzirah, Beriah oder Atzilut reisen. Das wäre genauso unmöglich wie die Errichtung eines Hauses auf dem Gasplaneten Jupiter.
Kabbalistische Schriften lehren, dass unsere Seelen aus der Welt Beriah stammen, unser Körper jedoch befindet sich in der unteren Welt Asiyah. Dementsprechend ist unser Körper mehr an materiellen Dingen / Genüssen interessiert wohingegen unsere Seele nach Spirituellem strebt.
Unsere Aufgabe besteht darin, Körper und Seele zu vereinen: Die Benutzung unseres Verstandes, den Körper nicht das machen zu lassen, wonach ihm gerade verlangt. Wenn wir unseren Verstand einsetzen, so müssen wir nicht unnütz shoppen gehen oder uns mit Alkohol oder Drogen berauschen. Vielmehr tun wir das, was die Thora (die Gebrauchsanleitung G – ttes) verlangt.
Zugegeben, nicht immer gelingt uns das. Manchmal haben wir Tage, da ist uns alles, mehr oder weniger egal, und wir lassen uns hängen frei nach dem Motto: „Morgen ist ja auch noch ein Tag und dann wird alles anders“. Kann es aber außer dem Zusammenspiel von Körper und Seele einen Ort geben, an dem unsere untere Welt Asiyah in direkter Form auf die oberen spirituellen Welten trifft ? Unter anderem, so besagen Kommentare (das kabbalistische Buch ZOHAR oder der chassidische Kommentator Shem MiShmuel), ist das die Ma’arat HaMachpelah in Hebron. Der Ort, an dem unsere Vorväter sowie Sarah, Rivka (Rebekka), Rachel und Adam und Eva (Chava) begraben liegen. Die Machpelah ist der Ort, wo sozusagen der Himmel auf die Erde trifft und deswegen wird, u.a., um die Oberhohheit dieses Ortes gestritten.
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