Braeuche/Yom Kippur

Kapparot & Das Fasten am Yom Kippur

B“H
Obwohl ich definitiv kein Vegetarier bin und mich auch nicht unbedingt für die Rechte von Geflügel einsetze, an dem Kapparot – Brauch vor Yom Kippur nehme ich schon seit Jahren nicht mehr teil. Mehr zum Kapparot Minhag (Brauch) HIER !
Mit dem Huhn habe ich nie Kapparot gemacht, sondern immer nur Geld gegeben. Zumindest zu jener Zeit als ich noch am Brauch teilnahm.
Dieser Tage sitzen im Machane Yehudah Markt sowie an vielen anderen Plätzen der Stadt unzählige junge Yeshiva Studenten und wer Kapparot machen will, gibt gewöhnlich mindestens 18 oder 20 Schekel (ca. 5 Euro). Wer will, gibt mehr und alle Einnahmen werden als Spende für die jeweilige Yeshiva betrachtet.
Allerdings sollten jetzt nicht übereifrige nichtjüdische Touristen losrennen und unbedingt an den Kapparot teilnehmen wollen. Der jeweilige Yeshiva Student wird den Braten sofort riechen und für Euch erreichen tut Ihr damit auch nichts. Sorry, dass ich das immer wieder erwähne, aber in Jerusalem sind wir so einige Gestalten gewohnt, die sich fälschlicherweise als Juden ausgeben und meinen, es würde niemand merken. Selbst wenn es niemand merkt, G – tt könnt Ihr nicht anlügen !
Vor vier Jahren machte ich ein paar Photos von den Kapparot mit den Hühnern. Selber nahm ich nicht dran teil. Jedes Jahr wieder verspreche ich mir zwar, endlich ins ultra – orthodoxe Mea Shearim zu gehen, um die dortigen Kapparot zu photographieren. Aber letztendlich habe ich keine Lust auf all das Blut der geschächteten Hühner, was da so rumfliesst.
Der Yom Kippur (Versöhnungstag) beginnt an diesem Freitagabend und dauert 25 Stunden lang. Während dieser Zeit wird gefastet. Weder gegessen noch getrunken. Wer jedoch aus gesundheitlichen Gründen Wasser trinken muss, der darf in regelmässigen Abständen kleine Schlucke trinken. Mir ist das in der letzten Zeit häufiger passiert, dass ich das machen musste. Ich war dermassen platt, dass ich die Wahl zwischen Sanitäter oder dem Schluck aus der Wasserflasche hatte. Seit ca. drei Jahren habe ich daher immer eine kleine Wasserflasche dabei. Für den Fall, dass es mir schlecht geht. Vielleicht werde ich ganz einfach auch nur alt. 🙂
Freunde berichteten mir von Naturpillen für Yom Kippur. Die nimmt man vor dem Yom Kippur eine Tablette und dann würde das Fasten leichter fallen. Mit dem Fasten selber habe ich keinerlei Probleme, aber ich trockne ziemlich schnell aus. Vor allem bei dem Yom Kippur Wetter von 27 Grad Celsius (in diesem Jahr). Letztes Jahr war es ganz schlimm bei 34 Grad Celsius. Bei der Hitze zur Synagoge zu laufen schlaucht extrem.
Hoffentlich läuft es diesmal gesundheitlich besser, aber bezüglich dieser Naturtabletten will ich heute in der Apotheke nachfragen.
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