Schemittah

Zur Anschaffung eines Schemittah – Kalenders

B“H
Die Orthodox Union in Jerusalem bietet heute Abend einen weiteren Vortrag (Schiur) zum Thema SCHEMITTAH. Wobei sich beim heutigen Vortrag alles um Gartenarbeit sowie dem Kauf von landwirtschaftlichen Produkten im Supermarkt drehen wird.
Mit dem jüdischen Neujahrsfest Rosh Hashana beginnen wir ein weiteres SCHEMITTAH Jahr. Beim Schemittah handelt es sich um ein biblisches Gebot, welches sich NUR auf das Land Israel bezieht. Außerhalb Israels muss kein Schemittah eingehalten werden, doch solltet jeder Jude dennoch vorsichtig sein, sobald er in der Diaspora Obst aus Israel einkauft.
Schemittah an sich bedeutet, dass das Land sechs Jahre bearbeitet werden darf und im siebten Jahr muss es ruhen. Wie das alles heutzutage funktioniert und welche Halachot (Gesetze) sowie eventuelle Ausnahmen bestehen, darauf gehe ich in späteren Artikeln ein !
Am vergangenen Montag fand bei der Orthodox Union bereits ein anderer Schiur statt, indem wir uns über die unterschiedlichen Koscherzertifikate (Hechscherim) informieren konnten. Der Andrang war riesig, denn viele Juden legen Wert auf koschere Produkte im Schemittah – Jahr.
Insgesamt kamen die drei am meisten verbreiteten Schemittah – Kaschrutrichtungen zur Sprache. Unter anderem lernten wir, dass Haredim (ultra – orthodoxe Juden) Gemüse und Früchte ausschliesslich von arabischen Bauern beziehen. Ich dachte mir noch, dass es eigentlich zur israelischen Marktrealität gehört, dass wir tagtäglich landwirtschaftliche Produkte aus arabischem Anbau beziehen und nicht unbedingt von israelischen Bauern.
Letzten Montag also lernten wir ein paar Details zu den ansonsten am verbreitetesten Schemiitah – Koscherzertifikaten HETER MECHIRA und OTZAR BEIT DIN. Auf diese zwei Hechsherim für das kommende Schemittah – Jahr werde ich noch näher eingehen. Allerdings kann ich jetzt schon sagen, dass ich mich für das OTZAR BEIT DIN entscheide und meinen Einkauf danach ausrichten werde. Einfach, weil mir das Zertifikat verläßlicher erscheint !
Der referierende Rabbiner erinnerte uns auch daran, unbedingt einen speziellen Schemittah – Kalender zu besorgen. Das Schemittah – Jahr gilt lediglich ein Jahr lang, doch was ist mit jenen Gemüse – und Früchtesorten, welche innerhalb des Schemittah – Jahres gewachsen sind ? Dürfen wir diese nach Ende des Schemittah – Jahres einfach so verzehren, weil Schemittah offiziell vorbei ist ? Die Antwort lautet NEIN !
Wann wir was aus dem Schemittah – Jahr essen dürfen, darüber informieren uns spezielle Kalender. Somit endet das Schemittah – Jahr zwar im Herbst 2015, spezifische Kaschrutregelungen bezüglich Obst und Gemüse aber reichen bis in das Jahr 2016 hinein !
Da ich eh einen neuen Kalender brauche und den stets im ultra – orthodoxen Mea Shearim kaufe, werde ich aktuell auch nach eine Schemittah – Kalender Ausschau halten. Mea Shearim Kalender deswegen, da sie wesentlich mehr Informationen enthalten als reguläre Kalender. Wobei ich vielleicht noch erwähnen sollte, dass in Israel neue Kalender nicht zum 1. Januar, sondern vor Rosh Hashana gekauft werden. Unsere Kalender gehen von einem Rosh Hashana zum nächsten.
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