Elul / Tischrei/Rambam/Teschuva (Umkehr zu G - tt)

Rambams Hilchot Teschuva

Photo: Miriam Woelke
B“H
Wer gerade jetzt in der Zeit vor Rosh Hashana und Yom Kippur Interessantes zum Thema TESCHUVA (Umkehr zu G – tt) lernen will, dem kann ich die Hilchot Teschuva vom Rambam (Rabbi Moshe ben Maimon, Maimonides, 1135 – 1204) empfehlen. Etwas später will ich dazu noch einiges verlinken und hoffentlich vergesse ich es nicht. 🙂
Die Hilchot Teschuva finden wir im ersten Traktat der Mischna Thora, im Sefer HaMada. Keine Ahnung, wie das alles auf Deutsch heisst. 🙂
Jeder Mensch sündigt im Leben, denn niemand ist frei davon. Im Judentum bzw. in der hebräischen Sprache kennen wir jedoch das Wort SÜNDE gar nicht. Was wir stattdessen benutzen ist das Wort CHET. Wörtlich bedeutet CHET aber nicht Sünde, sondern ZIEL VERFEHLT. Eine Person beging einen Fehler und verfehlte demnach das wahre Ziel. Ein Jude entschied sich, die Mitzwot (Thoragesetze) nicht einzuhalten und handelte somit gegen den Willen G – ttes. Kann der Jude seine Tat bereuen ? Ja, kann er !
Im ersten Kapitel der Hilchot Teschuva lehrt der Rambam, dass besagte Person sein Vergehen vor G – tt eingestehen muss. Allerdings besteht kein Grund dafür, dies vor aller Öffentlichkeit zu tun, sondern speziell vor G – tt. Wenn jemand seine Vergehen vor G – tt eingesteht, so muss er diese aufrichtig bereuen. Wenn wir in das Machzor (Feiertagsgebetbuch) vom Yom Kippur (Versöhnungstag) schauen, so finden wir ein Gebet immer und immer wieder: Das VIDUI – Confession Prayer. Das Vidui besteht aus einer ewig langen Liste, welche alle nur erdenklichen Vergehen auslistet.
Sobald wir unsere Vergehen eingestehen und bereuen, müssen wir gleichzeitig die Absicht zeigen, dieselben Fehler in Zukunft zu vermeiden.
Die Verpflichtung unsere Vergehen einzugestehen finden wir in der Liste aller positiver Gebote. Positiv heisst, was wir tun sollen. Wer in das Sefer HaChinuch (The Book of Mitzvot) schaut, findet unter den 613 aufgelisteten jüdischen Mitzwot (Thoragesetzen) in der Nummer 364 jenes Gebot, welches uns dazu verpflichtet, unsere Vergehen vor G – tt einzugestehen (Mitzvat Vidui al Ha’Chet).
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