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Rosh Chodesh MENACHEM AV – Beginn des jüdischen Monat MENACHEM AV

B“H

Am gestrigen Montag begann der jüdische Monat „Menachem Av“. Offiziell lautet der Monatsname AV, doch wird er im Text des Segen für den neuen Monat „Menachem Av“ genannt. Fast hätte ich den Montasbeginn verschwitzt und erst abends fiel es mir ein. In diesem Jahr rennt die Zeit echt davon und es ist kaum zu fassen, dass in der kommenden Woche bereits Tisha be’Av ist. Hinzu kommt, dass unsere Gedanken um den Krieg in Gaza kreisen und nebenbei müssen wir auch noch unseren Alltag meistern. Deshalb liefere ich jetzt den Text zum Beginn des Monat AV nach.

Der jüdische Monat Av war stets ein negativer Monat für das jüdische Volk. Unter anderem brach der Erste Weltkrieg aus und die Endlösung wurde beschlossen.

Am 9. Av, welchen in diesem Jahr am Abend des 15. Juli sowie am 16. Juli begehen, wurden beide Jerusalemer Tempel zerstört. Dem vorausgegangen war die Rückkehr der Spione in das Lager der Israeliten mit der Nachricht, dass es sich nicht lohne, nach Israel weiterzuziehen und sich dort anzusiedeln. Moshe sprach dagegen, doch viele Israeliten begannen zu jammern. Daraufhin sagte G – tt, dass es keinen Grund zum Weinen gebe, allerdings wird dieser Tag für euch ein Schicksalstag werden.

Am 9. Av trauern wir um beide zerstörten Tempel. Laut vielen Kommentatoren hat der Monat Av auch etwas Positives, denn der Meschiach soll in diesem Monat geboren werden. Wenn er kommt und der Dritte Tempel steht, wird sich der Fastentag Tisha Be‘ Av (9. Av) in einen Feiertag verwandeln.

Trauer um die Tempel am Tisha be’Av


Am 1. Av, gedenken wir ebenso der Yahrzeit von Aharon HaCohen, dem Bruder Moshes und Miriams. Aharons Todestag ist der einzige Todestag, der ausdrücklich in der Thora Erwähnung findet. Warum ausgerechnet Aharon ? War nicht sein Bruder Moshe viel wichtiger ?


Es heißt in der Thora, dass als Aharon verstarb, ALLE Israeliten weinten. Weder bei Miriam noch bei Moshe steht das geschrieben. Natürlich beweinten auch viele den Tod der beiden, doch nicht alle. Bei Aharon dagegen weinten ALLE, denn er war als Friedensstifter hoch geschätzt. Wenn sich die Israeliten stritten, schritt Aharon stets ein und machte Frieden zwischen den Parteien.

Normalerweise ist ein Monatsbeginn immer ein freudiges Ereignis, doch sollen wir im Av unsere Freude etwas bremsen, denn dieser Tag leitet die neun Tage vor dem 9. Av ein und uns werden diverse Halachot bzw. Minhagim (Bräuche) aufgetragen.

1. Es sollte in diesen neun Tagen keine neue Kleidung gekauft werden, es sei denn, es handelt sich um spezielle Schuhe ohne Leder für den 9. Av.

2. Es sollte keine Wäsche gewaschen werden.

3. An Wochentagen wird auf den Verzehr von Fleisch und Wein verzichtet. Beides gibt es nur am Schabbat vor dem 9. Av.

4. An den Wochentagen vor dem 9. Av sollte nicht geduscht werden, sondern nur am Freitag vor Schabbateinbruch.

5. Parties und andere Feiern sollten vermieden werden. Genauso wie Kino und Musik.

All diese Gesetze sind verbunden mit der Trauer um die Tempelzerstörungen.

Am 5. Av begehen wir die Yahrzeit des großen mittelalterlichen Kabbalisten Rabbi Yitzchak Luria, dem Arizal.

Der Schabbat vor dem 9. Av, (am 2. August) wird „Schabbat Chazon“ genannt.

Laut dem „Book of Creation – Sefer Yetzirah„, hat jeder jüdische Monat einen eigenen Stamm, Buchstaben, ein Organ, eine menschlichen Sinn, einen Buchstaben und ein Sternzeichen.

Das Sternzeichen des Av ist der Löwe, der Buchstabe ist das TED ט , der Stamm ist Schimon, das Organ ist die linke Niere und der menschliche Sinn ist das Hören.

Das Hören kommt von den ausgesandten Spionen, die zurückkamen und die Israeliten deren Botschaft hörten. Hören bedeutet immer etwas zu erhalten. In dem Moment, in dem wir hören, unterscheiden wir automatisch zwischen gut und böse und stellen so unsere innere Balance her.

Den Entscheidungen hilft die linke Niere, die in talmudischer Literatur als Ratgeber erwähnt ist (siehe Talmud Berachot).

Obwohl der Monat Menachem Av als Katastrophe für das jüdische Volk gilt, haben wir die Kraft, ihn in etwas Positives umzuwandeln. Vor allem sollten wir für die baldige Ankunft des Meschiach beten. Und wie einmal jemand bei Rabbi Mordechai Machlis lehrte, sollten wir es nicht nur so vor uns hinsagen, sondern es richtig wollen, dass der Meschiach kommt.


Chodesch Tov – חודש טוב einen gesunden und erfolgreichen Monat Av !!!
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