Chabad (Lubawitsch)

Gimmel Tammuz = Der Todestag (Yahrzeit) des Lubawitscher Rebben

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Morgen ist nicht nur der 1. Juli, sondern, gemäss des jüdischen Kalenders, auch der 3. Tag im Monat Tammuz. Die drei wird hier mit dem dritten Buchstaben im hebräischen Alphabet, GIMMEL, abgekürzt. Somit handelt es sich um den Gimmel Tammuz. Ein extrem wichtiges Datum für jeden Chabad – Lubawitscher Chassid, denn es ist der Tag, an welchem der siebte und letzte Lubawitscher Rebbe Menachem Mendel Schneerson im (Juni) 1994 verstarb.
Chabad begeht den Gimmel Tammuz normalerweise mit besonderen Gebeten, Vorträgen (Schiurim) sowie einem Meschiach – Mahl (Se’udat Meshiach). Letzteres hat nicht zwangsläufig etwas damit zu tun, dass einige in Chabad (nicht alle) den letzten Rebben als Messias betrachten. Vielmehr werden in Chabad das ganze Jahr über zu bestimmten Zeiten Meschiach – Mahle abgehalten. Unter anderem zur Yahrzeit (Sterbegedenktag) eines der früheren Rebben oder wenn einer der ehemaligen Rebben aus russischer Haft entlassen wurde. Als Chabad – Lubawitsch noch im Einzugsbereich des russischen Zaren angesiedelt war, kam es des Öfteren zu Verhaftungen und einige Rebbes sassen, aufgrund ihrer Stellung, in Haft.
Am morgigen Dienstag sowohl als auch an diesem Schabbat werden Meschiach – Essen abgehalten. Bestehend aus einer kleinen Mahlzeit sowie Anekdoten über den Rebben.
Diejenigen Chabadnikim (bei weitem nicht alle), die sich Meshichisten nennen, weil sie den letzten Rebben als Messias betrachten, gedenken am Gimmel Tammuz keiner Yahrzeit. Für sie ist es ganz einfach der Tag, an dem Rebbe Menachem Mendel Schneerson unsichtbar wurde. Unsichtbar für alle Menschen in dieser Welt, da sich der Rebbe, bis zum Zeitpunkt seiner Rückkehr als Meschiach, in höheren spirituellen Welten befindet. Der Rebbe ist niemals gestorben, sondern ganz einfach unsichtbar. Darüber hinaus lebt er, nach wie vor, in seinem Haus 770 in Crown Heights / New York.
Hier findet Ihr alle meine vorherigen Artikel zu sämtlichen Themenbereichen in Chabad sowie zum Messianismus allgemein:

http://hamantaschen.blogspot.co.il/search/label/Chassidut%20Chabad

http://hamantaschen.blogspot.co.il/search/label/Messianismus

https://hamantaschen.wordpress.com/category/chabad-lubawitsch/

https://hamantaschen.wordpress.com/category/messianismus/

 

In der Vergangenheit geschah es nicht selten, dass ich von diversen christlichen Missionaren angeschrieben wurde, die sich rechtfertigten, dass Chabad ja auch missioniere. Das stimmt in gewisser Weise, doch besteht zwischen Chabad und christlichen Missionaren ein wesentlicher Unterschied:
Wenn Chabad missioniert, dann NUR JUDEN. Kein Chabadnik würde sich jemals an Nichtjuden wenden. Der letzte Lubawitscher Rebbe sah seine Mission darin, jedem JUDEN den Weg in die Kommende Welt (Olam HaBah) zu ebnen, indem er, u.a., Tefillin (Gebetsriemen) anlegt oder eine Frau Schabbatkerzen zündet. Doch mit all seinen Aktivitäten wendet sich Chabad ausschliesslich an Juden !
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