Schavuot

Und wie war Schavuot in Jerusalem ?

B“H
Und wie war Schavuot in Jerusalem ? Definitiv heiss, denn es herrschte eine 34 Grad Celsius Hitzewelle.
Dienstagnachmittag, vor Feiertagsbeginn, bereitete ich ein traditionelles milchiges Gericht vor. Pancakes mit cremiger Pilzsauce und gedünstetem Gemüse. Ich hatte Freunde eingeladen und die schleppten noch einen kalorienbehafteten cremigen Kuchen mit an.
Gegen 22.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zu den in der Schavuot – Nacht üblichen relig. Vorträgen. Die ganze Stadt war voll mit Angeboten und Tausende Juden liefen von einem Vortragsangebot zum anderen. Religiöse und säkulere Juden gleichermaßen, denn die Nachfrage ist riesig. Und nur an Schavuot !
Unser erstes Ziel war das Kulturzentrum Beit Avi – Chai in der King George. Eigentlich wollten wir zu einem Vortrag der bekannten Anglo – Referentin Avivah Gottlieb – Zornberg. In der orthodoxen englischsprachigen Welt gilt Avivah als extrem populär. Ihre Schiurim sind fast immer ausgebucht und allein aus diesem Grund gingen wir relative früh los. Eben, um noch Sitzplätze zu erhaschen.
Beit Avi – Chai ist ein riesiges neuerrichtetes Kulturzentrum und allein dort gab es ein breites Vortragsangebot für Schavuot. 99% der Vorträge waren in hebräischer Sprache, doch Avivah Gottlieb – Zornberg ist besser, wenn sie in ihrer Muttersprache British English spricht
Es war mein erstes Mal im Beit Avi – Chai. Kein Zweifel, dass Gebäude ist super, doch beging das Management einen dicken Fehler: Die beiden angebotenen Vorträge in englischer Sprache fanden in einem winzigen Raum mit zwei winzigen Fenstern statt. Keine Klimaanlage in Sicht und das bei der Hitze.
So fanden wir uns in diesen kleinen Raum mit Menschenmassen förmlich eingequetscht. Alles schwitzte und ans Atmen war kaum mehr zu denken.
Der erste Vortrag wurde von einem Professor gehalten, dessen Name mir bis dahin absolut unbekannt war: James Kugel und er sprach über das Book of Jubilee. Ich habe keine Ahnung, was das auf Deutsch heisst !
Bevor James Kugel so richtig loslegte meinte er, er gehöre einer Synagoge an, die keinen Wert auf das Durchlernen in der Nacht von Schavuot legt. Meine Freunde und ich spekulierten hinterher, ob es sich wohl dabei um eine Reformgemeinde handele. 🙂
Nichtsdestotrotz war sein Vortrag nicht uninteressant. Was nervte, war die massive Hitze und der viel zu kleine Vortragsraum.
James Kugel referierte eine Stunde lang und danach verliessen mit ihm die meisten Anwesenden den Raum. Bevor Avivah Gottlieb – Zornberg eintraf, wurde eine ganze amerikanische Jugendgruppe in den Raum gequetscht. Nun gab es auch keinen Platz mehr auf dem Fussboden, denn überall saßen oder standen Leute. Als Avivah hereinkam, fand sie kaum mehr Platz an ihrem Pult, weil alles total zugeparkt war.
Bei aller Liebe, aber irgendwann konnten wir nicht mehr und gingen. Endlich frische Luft schnappen und das war die reinste Wohltat !
Unser nächster Stop befand sich nur ein paar Hundert Meter weiter: Bei Chabad Rehavia, wo Rabbi Israel Goldberg gerade einen Vortrag hielt. Draußen vor dem Chabad Center waren Stühle aufgestellt und viele Leutchen waren bereits eingetrudelt. Letztendlich entschieden wir uns dann aber für die Orthodox Union in der Keren Hayesod. Dort gab es richtige Fenster und eine funktionierende Klimaanlage. 🙂 Ferner wurde kühle Getränke, Obst und ein wenig Junk Food gereicht.
Wir hörten uns drei Vorträge an: Rabbi Binjamin Wulff, Rabbi Chanoch Yeret und Rabbi Phil Chernofsky. Der Andrang war nicht ganz so groß und daher angenehm. Klar, nickten die Leute bei so später Stunde immer wieder mal ein. Ich natürlich auch. Aber, im Großen und Ganzen, genossen wir die Vorträge.
Wir blieben bis zum Schluß um 4.00 Uhr früh. Gegen 5.00 Uhr war ich dann irgendwann im Bett und total platt. Schön wars mal wieder, aber auch anstrengend, die ganze Nacht wachzubleiben. 🙂
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