Adam HaRishon/Kabbalah/Kommende Welt - Olam Habah/Midrasch/Turm von Bavel (Nimrod)

Von Menschen & Affen

B“H
Zweimal geschah es in biblischen Zeiten, dass der Mensch die ihm von G – tt gegebene Körperform wechselte. Zweimal bestrafte G – tt die Menschheit als man Seine Existenz verleugnete. Der Mensch verlor seine menschliche Körperform und nahm eine Affengestalt an.
Das erste Mal geschah dies zu Zeiten des Enosch (siehe Midrasch Bereshit Rabbah 23:5). Die Generation des Enosch begann Statuen zu formen und diese als Götter anzubeten (siehe Midrasch Bereshit Rabbah 4:26). Details zur Generation des Enosch:
http://hamantaschen.blogspot.co.il/2008/10/die-generation-des-enosch-dor-enosch.html
Das zweite Mal, dass Menschen plötzlich Affengestalt annahmen, war zur Zeit des Turm von Babylon (Bavel). Die Menschheit baute den Turm und dieser sollte, u.a., dem Zweck dienen, die gesamte menschliche Rasse zu dominieren und mit G – tt zu brechen (siehe Rabbi Samson Raphael Hirsch). Das Ergebnis war jedoch, dass die damaligen Menschen, wie uns der Talmud Sanhedrin 109a berichtet, ihren Platz in der Kommenden Welt verloren.
Der Mensch wurde im Ebenbild G – ttes erschaffen. Nicht, dass G – tt etwa Körper, Form oder Gestalt besitzt. Vielmehr bedeutet EBENBILD, dass G – tt den Menschen mit einem Intellekt erschuf. Der Mensch ist, im Gegensatz zum Tier, zur Spiritualität fähig und kann sich sprachlich ausdrücken. Der Rambam (Maimonides) erklärt in seinem allerersten Kapitel des „Guide for the Perplexed“ (Führer der Unschlüssigen), was genau unter dem EBENBILD G – TTES zu verstehen ist.
Der Mensch wurde also in diesem Ebenbild erschaffen und steht, laut dem Psalm 8:6, in der Rangfolge nur ein klein wenig hinter den Engeln. Wenn der Mensch im Sinne G – ttes handelt, so besitzt er ein grenzenloses Potenzial. Benimmt sich der Mensch dagegen wie ein Tier, welches lediglich gemäß seiner Instinkte handelt, so verliert er das Wohlwollen G – ttes.
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Quelle:
„The Wisdom in the Hebrew Alphabet“ by Rabbi Michael L. Munk

 

Aus der Gemara (rabbinische Lehren) des Talmud Sanhedrin 109a:
Hier lehrt die Gemara, dass die Generation des Turmes zu Bavel sich in drei verschiedene Gruppierungen aufspaltete. Jede Gruppe baute den Turm aus einem anderen Gesichtspunkt bzw. mit einer anderen Zielsetzung. Dementsprechend wurden die Mitglieder dieser drei Gruppen von G – tt jeweils unterschiedlich bestraft. Diejenigen Leute, die den Turm aus einer Kriegsabsicht heraus bauten („Lasst uns aufsteigen und Krieg machen“) erhielten die Strafe, wie Affen oder spirituell unreine Gestalten auszusehen.
Ich möchte an dieser Stelle noch nicht in die vom Talmud angedeuteten weiteren Körperformen eingehen, denn es handelte sich nicht nur um Affengestalten. Vielmehr wird uns berichtet, dass die Menschen offenbar eine „unreine“ Gestalt annahmen. Der Talmud spricht hier von Schedim, Ruchot und Lilin, doch werde ich dazu irgendwann eine Definition verfassen. Bisher aber habe ich das Konzept noch nicht verstanden, gehe aber davon aus, dass es sich nicht im wörtlichen Sinne um Dämonen handelt. Meines Erachtens nach steckt ein Konzept dahinter und man sollte nicht sofort alles wörtlich verstehen !
Der Talmudkommentator Yad Ramah sagt, dass die Mitglieder dieser einen besagten Gruppierung lediglich vorhatten, ihre menschlichen Feinde zu bekämpfen. Andererseits lautet es in zahlreichen anderweitigen Kommentaren, dass diese Gruppe einen Krieg gegen G – tt führen wollte mit dem Ziel, G – tt zu töten.

 

Der Maharal von Prag kommentierte:
Indem die Menschen es wagten, G – tt zu attackieren, verloren sie ihre menschliche Würde und somit ihr „Zelem E – lo – kim“, im Ebenbild G – ttes erschaffen worden zu sein. Da wir im Ebenbild G – ttes erschaffen wurden, besitzen wir, im Gegensatz zum Tierreich, die Fähigkeit, eine Beziehung zu G – tt aufzubauen. Anhand von Gebet und, dass wir Seiner Gebrauchsanweisung (der Thora) folgen. Jemand, der G – tt aktiv bekämpft, verliert seine Menschengestalt und nimmt stattdessen groteske Formen an, wie uns die Gemara lehrt.

 

Die kabbalistische Midrasch Sefer Seder HaDorot lehrt:
Schet (Seth) war 105 Jahre alt als sein Sohn Enosch geboren wurde. Im Alter von 31 Jahren begannen Enosch sowie seine Mitmenschen mit dem ersten Götzendienst der Menschheitsgeschichte, indem sie vorweglich die Sonne anbeteten. Daraufhin wurden die Generation des Enosch von G – tt bestraft:
https://hamantaschen.wordpress.com/2013/08/06/das-prinzip-belohnung-und-bestrafung-am-beispiel-der-generation-enosch/
Wer auf den obigen Link klickt und sich den Artikel durchliest, erfährt jedoch nur eine Art der Bestrafung. Die Ausbreitung des Ozean findet auch in Sefer Seder HaDorot Erwähnung. Allerdings wird auch hier darauf verwiesen, dass eine zweite Art der Bestrafung stattfand: Nämlich die, dass die Menschen plötzlich wie Affen aussahen.

 

Was können diese Statements aus der Midrasch sowie dem Talmud uns heutzutage lehren ?
Man muss nicht unbedingt die Form eines Affen annehmen, wenn man beginnt, G – tt zu verleugnen. Wenn wir uns umschauen, dann nehmen wir vielleicht vielerlei Menschen wahr, die sich gegen G – tt wenden und darüberhinaus seltsame Verhaltensformen aufweisen. Wenn man sich, z.B., nur noch an materiellen Dingen erfreut, ohne sich jemals eines Welterschaffers bewusst zu werden. Kann sein, dass wir in der heutigen Zeit der Technologie viele unserer menschlichen Formen verloren haben und wir dies noch nicht einmal bemerken.
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